Comeniusschule Gebäudehüllensanierung Erläuterungsbericht Vorplanung Gäste: Rathmann Architektur-und Fassadenplanung, Würzburg


Daten angezeigt aus Sitzung:  8. Sitzung des Planungs- und Verkehrssenates, 06.10.2020

Beratungsreihenfolge
Gremium Sitzung Sitzungsdatum ö / nö Beratungstyp TOP-Nr.SP-Nr.
Planungs- und Verkehrssenat 8. Sitzung des Planungs- und Verkehrssenates 06.10.2020 ö Beschließend 2

.Beschlussvorschlag

I. Der Planungssenat nimmt die Vorplanung für die Gebäudehüllensanierung der Comeniusschule zustimmend zur Kenntnis.

Mit der Kostenschätzung nach DIN 276 in Höhe von 4.595.835 € besteht Einverständnis.

Auf der Grundlage des Vorentwurfes soll die Entwurfsplanung und Kostenberechnung erstellt werden.

II. Angaben zur Klimawirkung:

Bewertung -  jeweils Mehrung oder Minderung der Treibhausgase (THG)
Wenig klimarelevant
Teilweise klimarelevant
Sehr klimarelevant
[…..]   keine weiteren Angaben erforderlich
[ x ]   kurze Erläuterung in den Begründungen
[….]  ausführlicher Erläuterung
in den Begründungen
Bewertungsschema nach KÖP (Klimaschutzmanagement in öffentlich Projekten)
 (Nationale Klimaschutz-Initiative  -  Klimabündnis / ifeu-Heidelberg / BMU)

III. Angaben zu den Kosten:
Durch den Vollzug dieses Beschlusses entstehen Kosten:
ja [  x ]
nein [   ]

Sofern Kosten entstehen:


Die Kosten sind im laufenden Haushaltsplan veranschlagt
ja [   ]
nein [ x  ]
Es entstehen Folgekosten
ja [  x ]
nein [   ]
Häufigkeit der Folgekosten
einmalig
[   ]
wiederkehrend
[ x ]

.Begründung / Sachverhalt zum Zeitpunkt der Sitzungseinladung.

Die Machbarkeitsstudie und Kosten für die Gebäudehüllensanierung der Comeniusschule wurden dem Planung–und Verkehrssenat am 17.04.2018 vorgestellt.
Auf dieser Grundlage wurde für die Architektenleistungen ein öffentlicher Teilnahmewettbewerb durchgeführt.
Mit Beschluss des Haupt-und Finanzsenats vom 02.12.2019 erhielt das Architektur-und Fassadenplanungsbüro Rathmann, Würzburg, den Auftrag für die Gebäudehüllensanierung der Comeniusschule.

1.        Konzept

Die Vorplanung für die Gebäudehüllensanierung der Comeniusschule durch das Architekturbüro Rathmann ist erstellt. Das Sanierungskonzept umfasst die Bereiche Flachdach mit Pultdächern und Lichtkuppeln sowie Außenwände mit Fenster- und Türelementen.

Die bestehende Flachdachkonstruktion aus dem Jahr 1978 entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen an den Mindestwärmschutz und die Lebensdauer von 30 Jahren ist bereits um 10 Jahre überschritten.

Auch die Fenster – und Glasfassadenelemente stammen aus dem Jahr 1978. Sie bestehen aus thermisch ungetrennten Aluminiumkonstruktionen mit alten Isolierverglasungen und außenliegenden Raffstoren. Ersatzteile für die Fensterbeschläge sind nicht mehr verfügbar, Fensterflügel mussten wegen Unfallgefahr (Beschläge lösen sich, Fensterflügel sind somit nicht mehr gesichert) teilweise verschraubt werden.

2.        Architektur

Die Dachfläche soll bis auf den Rohbau zurückgebaut und schadstoffbelastete Materialien ordnungsgemäß entsorgt werden.
Der neue Dachaufbau berücksichtigt die Richtlinien des Dämmstandards der Stadt, das Flachdach erhält eine Begrünung und die Pultdächer werden mit Kalziptafeln belegt, die die Installation von PV-Anlagen aufnehmen.
Die Lichtkuppeln werden gemäß den Anforderungen an das GEG (EnEV), den Brandschutz, die Durchsturzsicherheit und Verdunklung erneuert.

Für die Außenwände wurden 2 Varianten untersucht.:
-        Variante 1 Pfosten-Riegel-Konstruktion
-        Variante 2 Elementfassade als Loch-Fenster-Fassade in Holzrahmenbauweise.

Bei beiden Varianten befinden sich jeweils ein Fensterflügel im Raum hinter der Fassadenverkleidung für die Nachtlüftung und weitere Fensterflügel für die Versorgung von Frischluft (Fensterlüftung), so dass auf eine mechanische Lüftung verzichtet werden kann.
Ferner ermöglichen beide Varianten eine abschnittsweise Sanierung im laufenden Betrieb.

Unter Abwägung der Wirtschaftlichkeit und Kosten soll die Variante 2 als Loch-Fenster-Fassade in Holzrahmenbauweise weiterverfolgt werden, da sie

a.         einen besseren Dämmwert aufweist
b.         vorgefertigt an der Baustelle angedient und direkt verbaut werden kann
c.         die Bauzeit sich verringert
c.         durch die Vorfertigung preisgünstiger angeboten werden kann.




3.        Energiekonzept

Einstufung der Klimarelevanzprüfung: „teilweise klimarelevant“.  
Begründung:
Aufgrund des neuen, hohen Energiestandards (Passivhauskomponenten bei Fenster/Brüstung/Dach/Lichtkuppeln) liegen die Energieeinsparungen bei ca. 130 MWh/a.
Die Treibhausgase mindern sich durch die PV – Anlage um 30 to THG/a zuzüglich die Gebäudehüllensanierung um 40 to THG/a, ergeben zusammen eine Minderung
von 70 to THG/a.
(Quelle:  Systematik bzw. Leitlinien des Klimabündnisses mit ifeu-Heidelberg).

4.        Kostenschätzung nach DIN 276 vom 24.08.2020

 

Die Gesamtkosten für den Fensteraustausch in Holzrahmenbauweise (Lochfenster), Erneuerung der Dachflächen und Einbau der neuen Lichtkuppeln belaufen sich auf 4.595.835 €.

5.        Förderung

Das Raumprogramm wurde mit dem Schulverwaltungsamt abgestimmt und bestätigt.
Für eine Förderung nach Art.10 FAG müssen bei Sanierungsmaßnahmen im Schulbau die Sanierungskosten 25% der vergleichbaren Neubaukosten erreichen.
Nach derzeitigem Planungsstand ist bei den veranschlagten Kosten die Fördervoraussetzung nach Art.10 FAG gegeben und kann mit ca. 50 % der anrechenbaren Kosten bezuschusst werden. Im Zuge der weiteren Planung ist dies mit der Regierung von Unterfranken abzustimmen.

6.        Zeitplan

PLANUNGSPHASE                                        Feb 2020 – Feb 2022
(Vor-)Entwurfs- u. Ausführungsplanung                Feb 2020 – Jun 2021
Ausschreibung                                        Juli 2021 – Sep 2021
Vergabe                                                Okt 2021 – Feb 2022
BAUPHASE                                                Feb 2022 – Mai 2023
Dachabdichtungsarbeiten                                Feb 2022 – Sep 2022
Fassadenbauarbeiten                                Feb 2022 – Mai 2023

Datenstand vom 05.10.2020 08:17 Uhr