Steigerung der Gebäude-Sanierungsquote


Daten angezeigt aus Sitzung:  9. Sitzung des Umwelt-, Klima- und Verwaltungssenates, 12.11.2020

Beratungsreihenfolge
Gremium Sitzung Sitzungsdatum ö / nö Beratungstyp TOP-Nr.SP-Nr.
Umwelt-, Klima- und Verwaltungssenat 9. Sitzung des Umwelt-, Klima- und Verwaltungssenates 12.11.2020 ö Beschließend 5

.Beschlussvorschlag

I. Gemäß den Zielen des „Integrierten Energie- und Klimaschutzkonzeptes“ soll im Bereich Gebäudesanierung das städtische Engagement weiter gesteigert werden.
Dazu ist das Förderprogramm des Bundes (KfW-432 Energetische Stadtsanierung mit Förderquote aktuell 65%) in Anspruch zu nehmen.

Der Stadtrat stimmt folgender Vorgehensweise zu und beauftragt die Stadtverwaltung mit der Umsetzung des Gesamtpaketes - vorbehaltlich der Mittelfreigabe in den Haushaltsberatungen:

  1. KfW-Förderantrag für fünf Energie & Klima-Quartiersmanager
    (Beratung für alle Bürger, aber mit Schwerpunkten in exemplarischen Muster-Clustern).
    Die Stadtverwaltung bemüht sich um Ergänzungsförderung beim Freistaat Bayern.

  2. Angebotseinholung, KfW-Förderantrag und anschließende Beauftragung von Teilsanierungskonzepten – als Voraussetzung für die Förderung von Quartiersmanagern. Förderung 65%.  Ansatz für die Haushaltsplanung:
           - Ausgabenstelle: 100.000 €
      - Einnahmenstelle: 65.000 €

  1. Einstellung von fünf geförderten Energie & Klima-Quartiersmanagern
    für fünf Quartiere - begrenzt auf die Förderlaufzeit   (=3 Jahre, mit evtl.
    verlängerter KfW-Förderung maximal erweiterbar auf 5 Jahre);

  2. Start des „2.Aschaffenburger Förderprogramms für vorbildliche Wärmedämmung“ nach Einarbeitung der Energie & Klima-Quartiersmanager;

  3. Ausarbeitung eines Förderprogrammes für gebäudebezogene Klima-Anpassungsmaßnahmen und Vorstellung im Stadtrat.

In Zwischenberichten wird der Projektablauf dem Stadtrat vorgestellt.

Der Stadtrat beschließt dann in Einzelschritten (Auftragsvergabe, Personalentscheidungen) separat.




II. Angaben zur Klimawirkung:
(bitte ankreuzen)

Bewertung -  jeweils Mehrung oder Minderung der Treibhausgase (THG)
Wenig klimarelevant
Teilweise klimarelevant
Sehr klimarelevant
[…..]   keine weiteren Angaben erforderlich
[…..]   kurze Erläuterung in den Begründungen
[…x..]  ausführlicher Erläuterung
in den Begründungen
Bewertungsschema nach KÖP (Klimaschutzmanagement in öffentlich Projekten)
 (Nationale Klimaschutz-Initiative  -  Klimabündnis / ifeu-Heidelberg / BMU)


III. Angaben zu den Kosten:
Durch den Vollzug dieses Beschlusses entstehen Kosten:
ja [  x ]
nein [  ]

Sofern Kosten entstehen:


Die Kosten sind im laufenden Haushaltsplan veranschlagt
ja [ ..  ]
nein [ x ]
Es entstehen Folgekosten
ja [ x  ]
nein [   ]
Häufigkeit der Folgekosten
einmalig
[  ]
wiederkehrend
[  x ]

.Begründung / Sachverhalt zum Zeitpunkt der Sitzungseinladung.

Grundsätzliches im Klartext:
Ohne deutliche und rasche Klimaschutz-Erfolge im Bereich Wärme-Energie sind die Gesamt-Klimaschutzziele nicht erreichbar – auch nicht annähernd. Die Wichtigkeit der Wärmeenergie-Reduzierung gilt für ganz Deutschland – und im Besonderen für die Stadt Aschaffenburg!

Schwerpunkt Wärme:
In der Stadt Aschaffenburg liegt der Anteil der Wärme-Energie mit 47% noch vor den Bereichen Treibstoffe (29%) und Strom (24%).  
Quelle: BAUM/ifeu - siehe Anlage – mit Grafiken zur Energiebilanz.

Hintergrund:  In den ländlichen Gebieten (so auch in den Nachbar-Landkreisen) verschiebt sich der Bilanz-Schwerpunkt wegen dem Pendel-Verkehr mehr zu Treibstoffen. In der Stadt aber sind die Bürohäuser, Geschäfte, aber auch Schwimmbäder, Gymnasien, Theater, Förderschulen, Discos, u.a..

Zusammenfassung: Im Rahmen der Aschaffenburger Bemühungen und Möglichkeiten zur Bewahrung der Schöpfung, sind Erfolge bei der Senkung der Wärmeenergie unumgänglich.




Die aktuelle Abweichung von den beschlossenen Klimaschutz-Zielen:
Mit dem Umsetzungsbeschluss des Integrierten Energie- und Klimaschutzkonzepts (IEKK) hat sich die Stadt Aschaffenburg mehrere Klimaschutz-Ziele gesetzt  (Leitsätze S. 87).
Das Ziel im Bereich Wärme sind 50% Reduktion (für das Jahr 2030 mit Bezugsjahr 2009).

Im IEKK sind in Kapitel 4.1.1 die Potentiale im Bereich Wärme herausgearbeitet (inkl. Fußnote).   IEKK-download – pdf unten:
https://www.aschaffenburg.de/Buerger-in-Aschaffenburg/Umwelt--und-Verbraucherschutz/Klimaschutz/DE_index_3803.html



Das Klimaschutz-Monitoring zu den Aschaffenburger Klimaschutz-Aktivitäten hat gezeigt, dass die angestrebte Ziel-Linie im Bereich Wärme-Energie deutlich verfehlt wird. Die Instrumente des Klimaschutz-Monitorings sind in Aschaffenburg vergleichsweise gut:
  • CO2-Bilanz ifeu Heidelberg [UVS 2017/12] und
  • Energie-Monitoring der AVG [EuKK-Road-Map = jährlicher Ist/Ziel-Vergleich].
Die hier erkannte Zielabweichung entspricht dem Bundestrend.




Ursache der Zielabweichung im Bereich Wärme-Energie: 
Die bisherigen Gebäude-Sanierungsquote (1% p.a.) konnte bundesweit – aber auch in Aschaffenburg - mit den bestehenden Anstrengungen nicht im gewünschten bzw. erforderlichen Maße auf das Ziel von 2,5% pro Jahr gesteigert werden. Genauere Daten als das o.g. Monitoring sind für Aschaffenburg nicht verfügbar. Nach Ermittlungen des BMU (Bundesumweltministerium) liegt die Bundes-Sanierungsquote immer noch bei rd. 1%.  
Auffällig ist dabei, dass die Quoten seit 2002 in den fünf „neuen“ Bundesländern“ für Vollsanierungen und Neubau deutlich höher (fast doppelt so hoch) ist im Vergleich zu den „Alten“ (Nachholbedarf bzw. Sanierungsstau).
Quelle: Umweltbundesamt 2019 „Wohnen und Sanieren“ / S.17


Der Lösungsansatz zur Sanierungssteigerung:
Um die Kommunen bei ihren Möglichkeiten vor Ort zu unterstützen, hat die Bundesregierung das Förderprogramm für Energie-Quartiersmanager aufgelegt: Das „KfW-Programm-432“  beinhaltet im Wesentlichen die Förderung von „Energie-Quartiersmanagern“ (Zuschuss von 65%).  
Die KfW „Kreditanstalt für Wiederaufbau“ ist die weltweit größte nationale Förderbank, ist dem Bundesfinanzministerium (Rechtsaufsicht) zugeordnet und wickelt u.a. die Förderprogramme ab, welche im Rahmen der „Nationalen-Klimaschutz-Initiative“ (NKI) verabschiedet wurden.

Das KfW-Förderprogramm 432 hat grundsätzlich den Klimaschutz als Ziel.



Die Aschaffenburger Idee:  Klima-Schutz UND Klima-Anpassung 
in den Quartiersberatungen zu vereinen.

Förderantrag für Energie- & Klima-Quartiersmanager
Folgendes Grund-Konzept ist im bestehenden Förderprogramm nicht vorgesehen und darum abzustimmen mit der KfW und dem DBU  (Deutsche Bundestiftung Umwelt  / hier Kommunale Projektberatung für das Programm 432):
  • Quartiersmanager arbeiten - wie angedacht - vor Ort (= Beratungen in Verbindung mit „Klinkenputzen“ sowie Quartiersvorträge).
  • In die Aschaffenburger Beratungen sollen aber neben energetischen Sanierungen nun auch Klima-Anpassungsberatungen einfließen.

Die Synergie zwischen Klimaschutz und Klima-Anpassungsberatung:
Die persönlichen Beratungen sollen integrativ sein – sie sollen helfen, dass intelligente Dämm-Maßnahmen, Solarenergie, Heizungs- und Fenstersanierungen sich verbinden mit Möglichkeiten zur modernen Verschattungstechnik, Entsiegelung, Gebäudegrün, Regenwassernutzung und Verhaltenstipps. So kann möglichst – trotz der nachgewiesenen Zunahme von Aschaffenburger-Hitze-Sommer - der weitere Zuwachs von „Ein-Raum-Klima-Notlösungen“ vermieden werden. Diese strom-, wartungs- und hygiene-aufwändigen Kühl-Kompressoren von minderer Qualität und sehr schlechter Effizienz erzeugen nebenbei zusätzliche Stadt-Hitze – und sind oft nach wenigen Jahren Elektronik-Schrott.

Der Aschaffenburger Ansatz in Zusammenfassung:
Aschaffenburg will den üblichen Klimaschutz verstärken durch intelligente Klima-Anpassung.



Aufwand / Kostenschätzung für fünf Quartiersmanager:

Kostenschätzung für Klima-Quartiersmanager
ArbG-Anteil - Brutto:  5 x 80.000€/a  (z.B.TVöD E10)
Lt. KfW-Richtlinien:  Mindestanteil der Kommune: 15%
Lt. KfW:  zusätzlich Förderung Sachausgaben - mit 10% der Personalkosten

KfW-432 für 3 Jahre - erweiterbar auf 5 Jahre  mit 65% Förderung
(maximal aber 50.000 € / [Person x Jahr])
Summe ArbG-Anteil bei 5 Berater: 5 x 80.000 = 400.000 €/Jahr
KfW-Anteil  5 x max. 50.000 Förderung: rd.  250.000 €/a 
ArbG-Anteil  5 x 30.000:  rd. 150.000 €/a


Die Verwaltung wird versuchen, von der bay. Staatsregierung eine Ergänzungsförderung zu bekommen. Dies geschieht bereits in anderen Bundesländern. So könnte der Anteil auch für Aschaffenburg von 35% auf bspw. 25% reduziert werden. Der kommunale Mindestanteil ist 15%.

Die „Klima-Quartiersmanager“ müssen Beratungen und Veranstaltungen intensiv im Quartier machen. Sie müssen im Quartier kein festes Büro haben, aber eine wöchentliche Anlaufstelle für „Sprechstunden“ ist wünschenswert.



Aschaffenburger Förderprogramm für Klima-Schutz und Klima-Anpassung.
Nach Einarbeitung der Energie & Klima-Quartiersmanager sollte deren Arbeit durch ein begleitendes „Aschaffenburger Klimaschutz- und Klima-Anpassungs-Förderprogramm“ unterstützt werden.
Denkbar sind Bereiche wie:
  • Gebäude-Grün
  • Vorbildliche Wärmedämmung
  • u.a.

Die Verwaltung wird darum beauftragt, Förderprogramme zu erarbeiten und diese jeweils dem Stadtrat zum Beschluss vorzulegen – mit entsprechender Haushaltsplanung.

Erläuterung zum KfW-Förderprogramm 432:
  • Quartiers-Teilkonzepte sind Pflicht – müssen aber nicht von Beginn an vorliegen.
    Konzept-Förderung 65%.
    Für die Quartiere müssen besondere Beratungsschwerpunkte aus dem Konzept ersichtlich werden.  Denkbare Beispiele:
    • Dämmung im Kerngebiet von Gailbach
    • Hitze-Hotspot-Konzepte Innenstadt oder Damm (Verschattung / Gebäudegrün)
    • Mieter-Strom-Modelle mit Solarstrom im Stadtteil Hefner-Alteneck
    • Innen-Dämmung und Dreifachverglasung im Denkmalschutz - Altstadt/Oberstadt

  • Quartierszuschnitt:  Gemäß KfW sind Quartiere sehr kleine Einheiten – kleiner als Stadtteile. In diesen Quartieren müssen Vortragsveranstaltungen möglich sein.
    Die Quartiersmanager dürfen alle Stadtbürger beraten – lediglich die Schwerpunkten sind in den Beratungszentren der exemplarischen Muster-Clustern).
    – und auch kommunale Förderprogramme dürfen für die ganze Stadt beraten werden – vom gesamten Team.

  • Förderung Quartiersmanager: 
    Die Förderung ist immer maximal 50.000€ / Jahr pro Quartier (65%).
    Nur bei fünf Quartieren können auch fünf Manager gefördert werden. Neu: diese müssen nicht mehr streng den Quartieren zugeordnet werden – sie bilden ein Team und können sich auch spezialisieren – z.B. :
    4 x  Berater (Dämmung, Heizung, PV, Verschattung, Gebäudegrün, Bundesförderung …)
    1 x  Organisator für z.B.
    • Förderverwaltung der fünf Stellen für die KfW mit Leistungsberichten
      (KfW - Kreditanstalt für Wiederaufbau)
    • Wissenschaftlicher Projekt-Abgleich mit der DBU
      (Deutsche Bundesstiftung Umwelt – Projektbegleitung im Auftrag des Bundes)
    • Organisation geeigneter Quartiersbüros für die Quartiers-Sprechstunden.
    • Klimaschutz: Erarbeitung, Beaufsichtigung und Verwaltung eines neuen Förderprogrammes für vorbildliche Wärmedämmung.
    • Klima-Anpassung: Erarbeitung, Beaufsichtigung und Verwaltung eines neuen Förderprogrammes für Klima-Anpassungsmaßnahmen.
      (Entsiegelung, Verschattung, Gebäude-Grün, Pflanz-Beratungen,
      Bewässerung, ….)
    • Monitoring und Bilanzierung der Projekte (Klimarelevanz, Haushaltsabwicklung);
    • Öffentlichkeitsarbeit (Vortragsorganisation, homepage, facebook, Messen, Pressemitteilungen …..)
    • Vorbildfunktion Stadtverwaltung
      Unterstützung für die klimaneutrale Stadtverwaltung und Klima-Anpassungsmaßnahmen bei öffentlichen Liegenschaften (wenn diese in einem der Cluster liegen).

  • Förderzeitraum:
    Pro Quartier = pro Quartiersmanager werden drei Jahre gefördert - verlängerbar mit einem Verlängerungsantrag evtl. auf maximal fünf Jahre.
    Die Praxis zeigt aber, dass Berater mit Teilverträgen oft früh abspringen. Dies ist unbefriedigend für alle Beteiligten. Denkbare und förderkonforme Lösungen gemäß aktueller DBU-Projektberater:
    1. Ein Teil der Manager werden nicht eingestellt, sondern von örtlichen Büros projektbezogen eingebunden.
    2. Wenn in dem am Anfang erstellten Quartierskonzept im Stadtgebiet nicht fünf sondern beispielsweise 20 interessante Quartiere im Sinne des Fördergedankens ausfindig gemacht wurden, dann kann für die Manager frühzeitig ein Anschluss-Quartier beantragt werden (Beispiele: 2x Obernau, 4x Schweinheim, 3x Altstadt, 2x Leider, 4x Damm, 3x Nilkheim, u.a.).
Rückblick: Erfolge des 
“Aschaffenburger Förderprogramm für vorbildliche Wärmedämmung“.

  • In den Jahren 2000 bis 2004 wurde von der Stadt Wärmedämmung gefördert (Wand, Fenster, Dach, Kellerdecke, Dachboden) – zusätzlich zur KfW-Förderung.
  • Die städtische Förderung war aber an höhere, besonders vorbildliche Standards gekoppelt.
  • Zur Qualitätssicherung wurde der AB-Wärmepass eingeführt (2,5 Jahre vor der gesetzlichen Einführung durch die EnEV) – es wurden die Beratungen verstärkt – und es wurden Baukontrollen angekündigt und durchgeführt.


Ergebnisse:
  1. Rascher Erfolg
    Diese verhältnismäßig kleine Aschaffenburger „on-top“-Förderung führte zu verstärkter Beratungsnachfrage und löste rasch Sanierungsinteresse aus (Eile wegen des Windhund-Verfahrens = begrenzte HH-Mittel).
  2. Gute Ergebnisse
    Die Sanierungsergebnisse waren sehr gut, sowohl in der Höhe der Energie-Einsparung, als auch in der Ausführungsqualität. Das Konzept war stimmig:
    1. Beratung
    2. Hohe Standardforderungen
    3. Kontrolle
  3. Auslösung von hohen privaten Investitionen:
    -Städtische Förderung:          106.000 €  (Finanz-Haushalt 2000 bis inkl. 2004)
    -Bau-Invest in der Stadt:        1.660.000 €
  4. Vorzeigeprojekt
    Die Projekte mit „besonders vorbildlicher Wärmedämmung“ waren nicht nur klassische  „Nachbarschaftskeime“ (Vorbild und Anreiz für die Nachbarschaft), sondern haben auch im „alten“ Handwerk geholfen einen, neuen Standard zu etablieren.
    Die Projekte konnten gemäß den Förderregularien auch bei weiteren Beratungen, Vorträgen und Messen gezeigt werden (anonymisiert) – inkl. Aufklärung zu Schimmel, Brandschutz, Wirtschaftlichkeit, Wohnklima, Verschattung, etc.

Aber: 
Der Beratungs-, Verwaltungs- und Kontroll-Aufwand im damaligen Umweltamt- und Ordnungsamt war sehr hoch, bei aller Freude über das große Interesse.
 



Anlage-1

Auszüge aus dem Integrierten Energie- und Klimaschutzkonzept Bay.Untermain 2011/12
Hier als Auszug aus dem Anhang - Detail-Daten zur Stadt Aschaffenburg 
(vorgestellt im Stadtrat 2012/3  Plenum).


Grafiken: links: Region Bay. Untermain;    /      rechts: Stadt Aschaffenburg
Anlage-2:   Details und Zahlen zum
“1. Aschaffenburger Förderprogramm für vorbildliche Wärmedämmung“.



Start: Im Jahr 2000 wurde das Aschaffenburger Wärmedämmprogramm beschlossen
(Ag21-Beirat + Stadtrat) und im selben Jahr noch gestartet.

Summe der Förderprojekte: Insgesamt wurden 52 Projekte gefördert - bei über 80 Förderanträgen und über 300 individuellen Beratungen (neben Vorträgen und Messen).


Bilanz der Finanzen:
Summe aller ausgezahlten Förderbeträgen:              105.000 €
Summe der ausgelösten Investitionen:                   1.560.000 €

                     


Auszahlungen nach Jahren:         2000:         1 Auszahlung:                        587€
2001:        11 Auszahlungen, insgesamt 21.440€
2002:        12 Auszahlungen, insgesamt 26.093€
2003:        22 Auszahlungen, insgesamt 43.175€
2004:          6 Auszahlungen, insgesamt 14.130€



Bilanz der Energie und CO2-Einsparungen:
  • Einsparung [kWh/a]:                935.000
  • Einsparung [€/a]:                  48.600
  • CO2-Einsparung [kg/a]        280.000
Vergleich:  Ein großer Laubbaum bindet in 100 Jahren  rd. 9.100 kg CO2 
Die jährlich eingesparten 280 Tonnen CO2 entsprechen also ca. 3.100 Bäumen

Grafik des Erfolgsspektrums zum Wärmedämmprogramm:
  • Die meisten Förderprojekte wurden nur teilsaniert (nur Dach, nur Kellerdecke, etc,). Andere Projekte wurden umfassend in mehreren Gewerken gleichzeitig saniert.
  • Insgesamt zeigt das Sanierungs-Spektrum einen deutlichen Erfolg!
     bei einigen Häusern wurde sogar der damalige Standard für Neubauten erreicht oder gar unterschritten  (rd. 100 [kWh/(m2*a)].

Projektverteilung auf die Stadtgebiete
Die Förder-Projekte waren relativ gleichmäßig im Stadtgebiet verteilt (schwarze Punkte in der Grafik). Keine Sanierungsprojekte waren natürlich in den damaligen Neubaugebieten - wie Nilkheim und Schweinheim Richtung Erbig.

Datenstand vom 30.10.2020 10:47 Uhr