Datum: 19.10.2020
Status: Einladung
Sitzungsort: kleinen Saal der Stadthalle Aschaffenburg
Gremium: Haupt- und Finanzsenat


Nichtöffentliche Sitzung

Öffentliche Sitzung, ca. 16:30 Uhr

TOP-Nr.SP-Nr. Bezeichnung
1 Auftrag zur Prüfung organisatorischer Verbesserungen auf Grundlage der Berichte und Anträge aus dem Wirtschaftsförderungsausschuss

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1. Auftrag zur Prüfung organisatorischer Verbesserungen auf Grundlage der Berichte und Anträge aus dem Wirtschaftsförderungsausschuss

Gremium Sitzung Sitzungsdatum ö / nö Beratungstyp TOP-Nr.SP-Nr.
Haupt- und Finanzsenat 9. Sitzung des Haupt- und Finanzsenates 19.10.2020 ö Beschließend 1

.Beschlussvorschlag

1.        Die Verwaltung wird beauftragt, zu prüfen, inwiefern eine „Kümmerer-Position“ u.a. für die Belange des Einzelhandels und der Kreativwirtschaft in der Stadtverwaltung etabliert werden kann und mit welchen Aufgaben diese Stelle betraut werden soll.

2.        Die Zusammenarbeit der Dienststellen und des Stadtmarketingvereins soll synergetisch ausgebaut werden. Die Vorträge und Forderungen aus der Sitzung des Wirtschaftsförderungsausschusses vom 29.07.2020 und das Schreiben an die Fraktionen CSU und SPD vom 29.09.2020 auf Grund ihrer Anträge vom 11.06.2020 und vom 03.07.2020 (Anlage) werden zur Kenntnis genommen. Die Verwaltung wird beauftragt, die Maßnahmen umzusetzen und dem Stadtrat einen Vorschlag zur Anpassung des Wirtschaftsförderungsausschusses vorzulegen.


Angaben zu den Kosten:
Durch den Vollzug dieses Beschlusses entstehen Kosten:        ja [   ]        nein [ x ]

.Begründung / Sachverhalt zum Zeitpunkt der Sitzungseinladung.

Im Rahmen der Sondersitzung des Wirtschaftsförderungsausschusses am 29.07.2020 wurden verschiedene Aspekte der wirtschaftlichen Entwicklung Aschaffenburgs beleuchtet.
Die Berichte der Institutionen sollten den aktuellen Stand der Corona-Auswirkungen widerspiegeln und anschließend Raum geben, um die vorgetragene Analyse zu diskutieren und Zielvorstellungen für weitere Maßnahmen zu entwickeln.

Bereits am 18.06.2020 war im Stadtratsplenum ein umfassender Überblick zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie gegeben worden. Der genaue Blick auf die Auswirkungen der Pandemie auf die heimische Wirtschaft wurde bereits in dieser Sondersitzung aus der Mitte des Stadtrates formuliert. Folgende Institutionen haben sich in der öffentlichen Sitzung zu Wort gemeldet. Die Zusammenfassung der Beiträge ist als Anlage der Beschlussvorlage beigefügt.

1.        Industrie- und Handelskammer Aschaffenburg
2.        Arbeitskreis Kultur- und Kreativwirtschaft der Industrie- und Handelskammer, Aschaffenburg
3.        Handwerkskammer für Unterfranken
4.        Arbeitsagentur Aschaffenburg
5.        Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau
6.        Bauordnungsamt
7.        Stadtmarketing
8.        Moderator im Aktionsforum Innenstadt

Ein mehrfachgenannter Punkt u.a. der IHK war das Anliegen, eine „Kümmerer-Position“ in der Stadtverwaltung zu etablieren, die einerseits vernetzende und beratende Tätigkeiten umfassen soll. Die Stadtverwaltung ist bereits mit diversen Beratungsleistungen aktiv, dennoch gibt es den Wunsch, den Service auszubauen und insbesondere Kreativwirtschaft als auch den inhabergeführten Einzelhandel besser zu unterstützen. Belange des Marketings sind genauso betroffen hinsichtlich der Bestrebungen, das Segment des Online-Handels auszubauen, als auch die Infrastrukturleistungen der Stadtverwaltung auszubauen. Die Stadtverwaltung hatte begleitend dazu diverse Gesprächsangebote für Händler und Gastronomie angeboten, um das Gesamtbild abzurunden. Die Ergebnisse wurden in der Sitzung am 29.07.2020 ebenfalls vorgestellt. Mitte September wurde im Rahmen einer Befragungsaktion in der Innenstadt durch das Institut für Handelsforschung Köln, die Studie „Vitale Innenstädte“ in Aschaffenburg durchgeführt. Die Erkenntnisse dieser Studie sollen ebenfalls in die Untersuchung einfließen. Der fortwährende Dialogprozess „Aktionsforum Innenstadt“ begleitet diese Entwicklung bereits seit mehr als zwei Jahren. Auch hier wurden immer wieder Wünsche nach einem Ausbau der städtischen Serviceleistungen gegenüber Handel und Gewerbe der Innenstadt laut. Allerdings sind auch Belange junger Menschen von Anfang an als Ziel weiterer Bemühungen um die Attraktivität der Innenstadt genannt worden. Mit einer umfassenden Schüler*innen-Befragung, die jüngst u.a. zum Freizeitverhalten durchgeführt wurde (Vorstellung der Ergebnisse im Jugendhilfeausschuss am 22.10.2020) sollen weitere Erkenntnisse gewonnen werden, um das städtische Serviceprofil zu schärfen und nachzubessern.

Datenstand vom 19.10.2020 16:10 Uhr