Datum: 22.10.2020
Status: Einladung
Sitzungsort: kleinen Saal der Stadthalle Aschaffenburg
Gremium: Jugendhilfeausschuss


Öffentliche Sitzung, 17:00 Uhr

TOP-Nr.SP-Nr. Bezeichnung
1 Beratung über den Haushaltsvoranschlag 2021(Einzelplan 4, Soziale Sicherung – Bereich Jugendamt)
2 10 Jahre Koordinierender Kinderschutz (KoKi)
3 Jugendbefragung des JUKUZ
4 Bedarfszahlen Kindertagesbetreuung
5 Bericht über die Strategie des Ausbaus der Kindertagesbetreuung
6 Information zur KiTa-Plattform „Little Bird“
7 Aktuelles aus dem Jugendamt –mündlicher Bericht

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1. Beratung über den Haushaltsvoranschlag 2021(Einzelplan 4, Soziale Sicherung – Bereich Jugendamt)

Gremium Sitzung Sitzungsdatum ö / nö Beratungstyp TOP-Nr.SP-Nr.
Jugendhilfeausschuss 3. Sitzung des Jugendhilfeausschusses 22.10.2020 ö Beschließend 1

.Beschlussvorschlag

I. Dem Vorschlag der Verwaltung für das Haushaltsjahr 2020, Einzelplan 4 – Soziale Sicherung –
Bereich Jugendamt (Anlage) wird zugestimmt.

Dem Stadtrat wird empfohlen, die angeforderten Mittel im Rahmen der Etatberatung bereitzustellen.

II. Angaben zur Klimawirkung:
(bitte ankreuzen)

Bewertung -  jeweils Mehrung oder Minderung der Treibhausgase (THG)
Wenig klimarelevant
Teilweise klimarelevant
Sehr klimarelevant
[…x..]   keine weiteren Angaben erforderlich
[…..]   kurze Erläuterung in den Begründungen
[…..]  ausführlicher Erläuterung
in den Begründungen
Bewertungsschema nach KÖP (Klimaschutzmanagement in öffentlich Projekten)
 (Nationale Klimaschutz-Initiative  -  Klimabündnis / ifeu-Heidelberg / BMU)

III. Angaben zu den Kosten:
Durch den Vollzug dieses Beschlusses entstehen Kosten:
ja [  x ]
nein [  ]

Sofern Kosten entstehen:


Die Kosten sind im laufenden Haushaltsplan veranschlagt
ja [x   ]
nein [   ]
Es entstehen Folgekosten
ja [   ]
nein [   ]
Häufigkeit der Folgekosten
einmalig
[  ]
wiederkehrend
[   ]

.Begründung / Sachverhalt zum Zeitpunkt der Sitzungseinladung.

Die Mittelanforderung für das Rechnungsjahr 2021 wurde der Stadtkämmerei vorgelegt und ausführlich besprochen. Die Aufstellung über die veranschlagten Haushaltsansätze wurde
den Mitgliedern zur Einsichtnahme zugeleitet.

In den vorliegenden Voranschlag sind nur die Haushaltsmittel und deren Ansätze enthalten,
welche vom Jugendamt bewirtschaftet werden und für die entsprechende Unterlagen, Zuschuss-
anträge etc. bis September 2020 vorlagen.
Personalausgaben und Ausgaben für andere Sachkosten wie Mieten, Versicherungen, Telefon,
Heizung und Reinigung sowie Baumaßnahmen und dergleichen sind nicht enthalten.


Bei der Kostenentwicklung für das Jahr 2021 setzt sich eine Entwicklung fort, die bereits in den Haushaltsjahren 2017 bis 2020 zu erkennen  war. Die Ausgaben für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge sind weiter deutlich rückläufig, da die Mehrzahl der jungen Menschen mit  Erreichen der Volljährigkeit oder kurze Zeit danach aus der Jugendhilfe ausscheiden bzw. in eine kostengünstigere ambulante Betreuung wechseln.

Kostensteigerungen zeigen sich im Bereich der Förderung von Kindertagesstätten
(# 4641.7008) , die sich voraussichtlich von 19,4 Mio. € im Jahr 2020 auf dann rund 20,6 Mio. im Jahr 2021 summieren werden. Ursachen sind im Platzausbau (zusätzliche Angebote ) sowie in der alljährlichen Steigerung des sog. Basiswerts zu sehen.

Analog werden allerdings auch die entsprechenden Zuschüsse (Betriebskostenförderung nach dem BayKiBiG) von 11,1 Mio. € im Jahr 2020 auf rund 12,0 Mio. € im Jahr 2021 steigen. Die Aussage über die tatsächliche Kostenentwicklung bei der Förderung der Kindertagesstätten ist allerdings noch mit Unsicherheiten verbunden, da sie den Ausbau zusätzlicher Kita-Angebote nur bedingt berücksichtigen kann. Diese sind dann gegebenenfalls im Nachtragshaushalt 2021 abzubilden.

Der vorliegende Entwurf enthält für das Jahr 2021 Hochrechnungen, die sich aus den Vorjahreswerten einschließlich des Nachtragshaushalts ergeben. Soweit sich Änderungen ergeben, sind diese im Entwurf durch Streichungen und Ergänzungen hervorgehoben.

Aufgrund der im Wesentlichen vom Rechnungsprüfungsamt vorgeschlagenen geänderten Systematik des Haushaltsabschnitts für die Jugendarbeit ist eine unmittelbare Vergleichbarkeit
der einzelnen Positionen zum Jahr 2020 nicht möglich. Die neue Systematik wird jedoch entsprechend erläutert. Insgesamt ergibt sich für den Bereich der Jugendarbeit für das Jahr 2021 eine sehr moderate Kostensteigerung von etwa einem Prozent im Vergleich zum Jahr 2020.

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2. 10 Jahre Koordinierender Kinderschutz (KoKi)

Gremium Sitzung Sitzungsdatum ö / nö Beratungstyp TOP-Nr.SP-Nr.
Jugendhilfeausschuss 3. Sitzung des Jugendhilfeausschusses 22.10.2020 ö Beschließend 2

.Beschlussvorschlag

I.
Der Jugendhilfeausschuss nimmt den Bericht zu 10 Jahre Koki Netzwerk Frühe Hilfen in der Stadt Aschaffenburg zur Kenntnis



II. Angaben zur Klimawirkung:
(bitte ankreuzen)

Bewertung -  jeweils Mehrung oder Minderung der Treibhausgase (THG)
Wenig klimarelevant
Teilweise klimarelevant
Sehr klimarelevant
[…..]   keine weiteren Angaben erforderlich
[…..]   kurze Erläuterung in den Begründungen
[…..]  ausführlicher Erläuterung
in den Begründungen
Bewertungsschema nach KÖP (Klimaschutzmanagement in öffentlich Projekten)
 (Nationale Klimaschutz-Initiative  -  Klimabündnis / ifeu-Heidelberg / BMU)


III. Angaben zu den Kosten:
Durch den Vollzug dieses Beschlusses entstehen Kosten:
ja [   ]
nein [ x ]

Sofern Kosten entstehen:


Die Kosten sind im laufenden Haushaltsplan veranschlagt
ja [   ]
nein [   ]
Es entstehen Folgekosten
ja [   ]
nein [   ]
Häufigkeit der Folgekosten
einmalig
[  ]
wiederkehrend
[   ]

.Begründung / Sachverhalt zum Zeitpunkt der Sitzungseinladung.

Die beiden Mitarbeiterinnen des koordinierenden Kinderschutzes Netzwerk Frühe Hilfen Frau xxx und Frau xxx haben am 1. September 2010 mit dem Aufbau der Koki Stelle gestartet. Inzwischen ist ein stabiles Netzwerk entstanden.

Es finden jährliche themenspezifische Veranstaltungen oder Fortbildungen für Fachkräfte und Familien mit Kleinkindern statt.
Fachkräfte werden bei der Einschätzung bzgl. Kindeswohlgefährdung beraten.

Das Koki Team berichtet über die Entwicklung und Themen von 10 Jahren Frühe Hilfen in der Stadt Aschaffenburg zu nachfolgenden Themen:

I.  Öffentlichkeit und Vernetzung
  • Fachtage / Veranstaltungen
  • Runde Tische
  • Fortbildungen
  • Handlungsleitlinien

II.  Frühe Hilfen in der Praxis:
  • Beratung Familien und Einsatz von Gesundheitsfachkräften
  • Kooperationen: Familienpaten, Hallo Baby, Familienbildung, Hebammenkoordination  
  • Finanzierung -  Bundesinitiative/ Bundesstiftung Frühe Hilfen
  • Weitere Angebote:  Gesundheitssprechstunde, Familienberatung  

III.  Präventiver Kinderschutz: Information - Angebote- Beratung 
  • Informationen durch Präsenz, Flyer, Kooperationspartner
  • Spiel -und Krabbelgruppen
  • Gesundheitssprechstunden
  • InsoFa -Beratung

IV.   Teamleitung der Stadtteilmütter 

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3. Jugendbefragung des JUKUZ

Gremium Sitzung Sitzungsdatum ö / nö Beratungstyp TOP-Nr.SP-Nr.
Jugendhilfeausschuss 3. Sitzung des Jugendhilfeausschusses 22.10.2020 ö Beschließend 3

.Beschlussvorschlag

I.
  1. Der Bericht zu den Ergebnissen der Jugendbefragung wird zur Kenntnis genommen.

  1. Für die Analyse der Daten und die Ableitung von Handlungsempfehlungen richtet der Jugendhilfeausschuss einen Unterausschuss ‚Jugendbefragung‘ ein.

II. Angaben zur Klimawirkung:

Bewertung -  jeweils Mehrung oder Minderung der Treibhausgase (THG)
Wenig klimarelevant
Teilweise klimarelevant
Sehr klimarelevant
[…x..]   keine weiteren Angaben erforderlich
[…..]   kurze Erläuterung in den Begründungen
[…..]  ausführlicher Erläuterung
in den Begründungen
Bewertungsschema nach KÖP (Klimaschutzmanagement in öffentlich Projekten)
 (Nationale Klimaschutz-Initiative  -  Klimabündnis / ifeu-Heidelberg / BMU)

III. Angaben zu den Kosten:
Durch den Vollzug dieses Beschlusses entstehen Kosten:
ja [   ]
nein [ x ]

.Begründung / Sachverhalt zum Zeitpunkt der Sitzungseinladung.

Im Januar/Februar 2020 wurden in Kooperation von JUKUZ und Jugendhilfeplanung 1.550 Jugendliche im Alter von 12 bis 18 Jahren befragt. Über die Umfrage sollten Information zur Lebenswirklichkeit der Jugendlichen in Erfahrung gebracht werden: Was machen sie gerne in ihrer Freizeit? Wo verbringen sie ihre Zeit? Kennen sie die Aschaffenburger Jugendtreffs? Was interessiert sie? Verfügen sie über freie Zeit und Geld für Freizeitaktivitäten? Sind sie in Vereinen aktiv?
Die Ergebnisse sollen unter anderem dazu genutzt werden, um die Angebote in den Treffs den Bedarfen besser anpassen zu können.

Die Umfrage wurde in den Schulen umgesetzt, wodurch eine hohe Beteiligung sichergestellt werden konnte. Folgende Verteilung auf die Schultypen wurde erfasst: Gymnasien 200, Mittelschulen 465, Förderschulen 33, Wirtschaftsschule 166, Realschulen 686.
58% der Befragten waren männlich, 39% weiblich, 3% divers.
Die Altersstruktur der Befragten war durch die beteiligten Schulen beeinflusst:
       38% in der Altersgruppe 12-13 (absolut 592)
       45% in der Altersgruppe 14-15 (absolut 690)
       17% in der Altersgruppe 16-18 (absolut 264)

Da die Umfrage über die Schulklassen realisiert wurde, wurden Schüler*innen mit Wohnort außerhalb der Stadt ebenfalls beteiligt. 56% haben ihren Hauptwohnsitz in Aschaffenburg, 32% im Landkreis Aschaffenburg, 5% im Landkreis Miltenberg und 7% in anderen Orten. Alle Fragen wurden aus diesem Grund immer zweifach – einmal für alle Teilnehmer*innen, einmal nur die Stadtbewohner*innen – ausgewertet.
Die Verteilung der Befragten auf die Aschaffenburger Stadtteile ist fast deckungsgleich mit der Verteilung der Einwohnerzahlen.

Folgende Kernaussagen lassen sich aus den Umfrageergebnissen ableiten:
1.        Die Aschaffenburger Jugendlichen sind sehr aktiv und an einer großen Vielfalt von Themen interessiert.
2.        Sie stellen der Stadt, ihrem Wohnort, nur eine „befriedigende Schulnote“ aus.
3.        Fast 75% aller Befragten sind in einem Verein engagiert.
4.        Die Jugendlichen interessieren sich für die Angebote, die in den Jugendtreffs vorhanden sind. Besuchen aber nur zu einem geringen Anteil die Einrichtungen. Zugleich wünschen sie sich Möglichkeiten um andere Jugendliche kennenzulernen, etwas zusammen zu unternehmen.

Die Umfrage liefert eine Vielzahl von Daten und Informationen. Diese müssen nun im nächsten Schritt analysiert und bewertet werden. Aus den Ergebnissen sollen schließlich konkrete Handlungsempfehlungen für die Jugendtreffs aber auch übergreifend für die Stadt Aschaffenburg abgeleitet werden.

Zu diesem Zweck richtet der Jugendhilfeausschuss einen Unterausschuss ‚Jugendbefragung‘ ein. Er setzt sich zusammen aus interessierten Mitgliedern des Jugendhilfeausschusses sowie Fachkräften aus allen Jugendeinrichtungen in Aschaffenburg.


Ersteller: Büro des Oberbürgermeisters
Sachbearbeiter: Oliver Theiß

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4. Bedarfszahlen Kindertagesbetreuung

Gremium Sitzung Sitzungsdatum ö / nö Beratungstyp TOP-Nr.SP-Nr.
Jugendhilfeausschuss 3. Sitzung des Jugendhilfeausschusses 22.10.2020 ö Beschließend 4

.Beschlussvorschlag

I. Der Bericht zur aktuellen Bedarfsentwicklung und zum Platzbestand in den Kindergärten und Krippen sowie den weiteren Ausbauplanungen wird zur Kenntnis genommen.

II. Angaben zur Klimawirkung:

Bewertung -  jeweils Mehrung oder Minderung der Treibhausgase (THG)
Wenig klimarelevant
Teilweise klimarelevant
Sehr klimarelevant
[….x.]   keine weiteren Angaben erforderlich
[…..]   kurze Erläuterung in den Begründungen
[…..]  ausführlicher Erläuterung
in den Begründungen
Bewertungsschema nach KÖP (Klimaschutzmanagement in öffentlich Projekten)
 (Nationale Klimaschutz-Initiative  -  Klimabündnis / ifeu-Heidelberg / BMU)

III. Angaben zu den Kosten:
Durch den Vollzug dieses Beschlusses entstehen Kosten:
ja [   ]
nein [ x ]

.Begründung / Sachverhalt zum Zeitpunkt der Sitzungseinladung.

Seit 2015 bewegen sich die Geburtenzahlen auf einem deutlich höheren Niveau wie in den zehn Jahren davor. Dadurch sind Mehrbedarfe im Betreuungssektor von mehreren 100 Plätzen entstanden. Diese konzentrieren sich besonders auf die beiden großen Stadtteile Damm und Stadtmitte.

Der für das Jahr 2020 errechnete Kindergartenbedarf von 2.186 Kindern kann durch die aktuell 2.095 vorhandenen Plätze nicht komplett gedeckt werden.
Die Bedarfsdeckung wird jedoch in den Jahren 2022/23 durch den bis dahin stattfindenden Ausbau (vor allem durch City-Galerie, Ottostraße und Anwandeweg) auf 2.360 Plätze realisiert. Diesen Plätzen stehen dann 2.344 Kinder im Alter von 3 bis 5,5 Jahren gegenüber.
Diese Bedarfsdeckung gilt aber nur in der gesamtstädtischen Sicht und ist nicht auf alle Stadtteile übertragbar. In Damm und der Stadtmitte werden es weiterhin zu wenige Plätze sein; während in den „Außen-Stadtteilen“ ein rechnerisches Überangebot besteht.
Die 2023 erreichte leichte Überdeckung bringt den Vorteil mit sich, dass ein gewisser Puffer an KiTa-Plätzen vorhanden sein wird. Dieser ermöglicht auch die unterjährige Vergabe von Plätzen – zum Beispiel beim Zuzug von Arbeitnehmer*innen.
Im Jahr 2025 wird dann der besonders starke Jahrgang 2019 (761 Geburten) die KiTas verlassen und in die Grundschulen gehen. Dadurch wird sich die Überdeckung mit Kindergartenplätzen auf zirka 100 erhöhen und damit die Spielräume – zum Beispiel auch für die Aufnahme von 2,5jährigen in Kindergartengruppen – erweitern.

Aktuell wird mit 574 Plätzen eine Krippenbetreuungsquote von 42% erreicht. Im bayernweiten Vergleich unter den gleichgroßen Kommune liegt Aschaffenburg damit im vorderen Drittel.
Bis ins Jahr 2023 wird die Quote durch neue Einrichtungen und anstehende Erweiterungen mit 692 Plätzen auf über 50% erhöht.

Neben den Neu- und Erweiterungsbauten sind weitere Maßnahmen wie der Ausbau der Tagespflege sowie die Einführung der neuen „Mini-KiTas“ geplant.

Für die zukünftigen Planungen sollen folgende Parameter Beachtung finden:
1.        Der Bedarf im Krippensektor wird sich bei den 1-2jährigen langfristig in Richtung einer Betreuungsquote von 80% entwickeln.
2.        Mittelfristiges Ziel ist das Erreichen einer Krippenquote von 60%. Bezogen auf die aktuellen Kinderzahlen wären das 815 Plätze.
3.        Diese Quoten sind durch die sich ständig ändernden Geburtenzahlen dynamisch. Es muss deshalb eine jährliche Überprüfung und Anpassung erfolgen.
4.        Aus pädagogischen und wirtschaftlichen Gründen sind in einem Neubau immer Angebote im Kindergarten- (3-5 Jahre) und im Krippenbereich (U3) zu schaffen. Schwerpunkte sollen zukünftig aber verstärkt auf den Krippenanteilen liegen.
5.        Neue Kindergartengruppen werden so konzipiert, dass sie in Krippengruppen umwandelbar sind.
6.        Wenn der Kindergartenbedarf im Jahr 2023 gedeckt ist, können vorhanden Kindergartengruppen geplant sozialraumorientiert in Krippen umgewandelt werden. Dies unter der Maßgabe der Bedarfsdeckung im Wohn- und Stadtteilumfeld. (Es ist davon auszugehen, dass der „Geburtenboom“ bis in Jahr 2030 sukzessive abebbt. Dies ist auf signifikant rückläufige Elterngenerationen zurückzuführen. Die heutigen Jahrgänge 28-38 Jahre haben eine durchschnittliche Stärke von zirka 1.000 Personen. Die nachkommenden Jahrgänge 18-28 Jahren liegen nur noch zwischen 700 und 800.)
7.        Die wenigen „reinen“ Kindergarten-Einrichtungen, bisher ohne Krippenangebot, sollten bei dieser Umwandlung bevorzugt behandelt werden.
8.        Zur kurzfristige Lösung der aktuellen Bedarfe im Krippenbereich werden auch Modulbauweisen herangezogen. Und entgegen Punkt 4 in wenigen Einzelfällen auch solitäre Krippeneinrichtungen zugelassen.
9.        Handlungsbedarfe auch über das Jahr 2023 hinaus bestehen weiterhin im Kindergarten- wie im Krippensektor in den Stadtteilen Damm und Stadtmitte.
10.        Die Trägerschaft für neue Einrichtungen wird über das Trägerauswahlverfahren vergeben. Die Stadt entwickelt zudem ein Konzept wie die Betreuungseinrichtungen bei der Suche nach qualifizierten Fachkräften unterstützt werden können.
11.        Parallel zu den oben genannten Maßnahmen wird der Ausbau der freien sowie beim Jugendamt angestellten Tagespflege angestrebt und die Einführung von „Mini-KiTas“ konzeptionell vorbereitet. Diese drei Maßnahmen schaffen weitere Kapazitäten im Krippensektor. (Sie werden in einem gesonderten Tagesordnungspunkt im Jugendhilfeausschuss vorgestellt.)
12.        Dem Jugendhilfeausschuss und dem Plenum werden jährlich in einem zusammenfassenden Bericht über die neuesten demografischen Entwicklungen, die darauf basierenden Bedarfs- und Betreuungsquoten sowie die aktuellen Ausbauplanungen berichtet.

Die dargestellten Zahlen und Parameter werden in der Sitzung anhand von grafischen Darstellungen erläutert.

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5. Bericht über die Strategie des Ausbaus der Kindertagesbetreuung

Gremium Sitzung Sitzungsdatum ö / nö Beratungstyp TOP-Nr.SP-Nr.
Jugendhilfeausschuss 3. Sitzung des Jugendhilfeausschusses 22.10.2020 ö Beschließend 5

.Beschlussvorschlag

I. Der Jugendhilfeausschuss nimmt den Bericht über die Strategie des Ausbaus der Kindertagesbetreuung in der Stadt Aschaffenburg zur Kenntnis.

II. Angaben zur Klimawirkung:

Bewertung -  jeweils Mehrung oder Minderung der Treibhausgase (THG)
Wenig klimarelevant
Teilweise klimarelevant
Sehr klimarelevant
[…x..]   keine weiteren Angaben erforderlich
[…..]   kurze Erläuterung in den Begründungen
[…..]  ausführlicher Erläuterung
in den Begründungen
Bewertungsschema nach KÖP (Klimaschutzmanagement in öffentlich Projekten)
 (Nationale Klimaschutz-Initiative  -  Klimabündnis / ifeu-Heidelberg / BMU)

III. Angaben zu den Kosten:
Durch den Vollzug dieses Beschlusses entstehen Kosten:
ja [   ]
nein [ x ]

.Begründung / Sachverhalt zum Zeitpunkt der Sitzungseinladung.

Aufgrund der weiterhin hohen Geburtenzahlen ist der Bedarf an Kitaplätzen in Aschaffenburg unverändert hoch.
Um eine nachfrageorientierte Versorgung mit Betreuungsplätzen perspektivisch gewährleisten zu können, schlägt das Jugendamt ein Entwicklungskonzept für die Kindertagesbetreuung vor:

Neue Einrichtungen:
Zusätzlich zu den geplanten Einrichtungen an der Ottostraße und am Anwandeweg soll die kurzfristige Errichtung einer 4-gruppigen Einrichtung an der Christian-Schad-Straße in Modul-Bauweise erfolgen. Darüber hinaus soll der Kindergarten St. Josef an der Behlenstraße 4-gruppig errichtet werden.
Weiterhin wird jährlich Anfang September verwaltungsintern über weitere städtische Großbaumaßnahmen entschieden.
Soweit private Investoren im Rahmen der Mietvariante Einrichtungen anbieten oder seitens der Stadt bzw. freier Träger weitere Projekt zur Platzgewinnung angeboten werden, kann darüber unterjährig entschieden und der Bedarf festgestellt werden

Neben der Erweiterung des klassischen Betreuungsangebots werden folgende weitere Möglichkeiten vorgeschlagen, die Kindertagesbetreuung auszubauen:

I.        Minikita

Aktuell wird in Bayern die Einführung einer sog. Mini-Kita geprüft. Das Angebot ist geeignet für Kinder von 0-6 Jahre. Zielgruppe sollen jedoch unter 3-jährige sein.
Im Unterschied zu regulären Kindertagesstätten können in der sog. Mini-Kita maximal 12 Kinder gleichzeitig betreut werden. Außerdem kann statt einer/s Kinderpflegerin/s als Ergänzungskraft auch eine Tagespflegeperson mit Zusatzqualifikation eingesetzt werden.
Noch in Klärung befinden sich derzeit die baulichen Anforderungen, die an Mini-Kitas im Rahmen des Betriebserlaubnisverfahrens zu stellen sind. Eine modellhafte Einführung kann jedoch unter der Erfüllung nachfolgender Voraussetzungen bereits ermöglicht werden:
-        Betriebserlaubnis gem. § 45 SGB VIII
-        zweiter Rettungsweg; Ausnahme: Betreuung von max. 10 Kindern
-        Förderung nach BayKiBiG
Bei Erfüllung der baulichen Anforderungen können Mini-Kitas in geeigneten Wohnungen bzw. Gewerbeflächen untergebracht werden.
Von der empfohlenen Außenfläche (10 qm/Kind) kann je nach Alter der Kinder, Lage der Einrichtung und Angebot an geeigneten Freiflächen/Spielplätzen in der nächsten Umgebung abgewichen werden.
Der Betrieb von Mini-Kitas soll in kommunaler Trägerschaft erfolgen. Somit ist im Unterschied zu den Einrichtungen in freier Trägerschaft die Regierung von Unterfranken zuständige Erlaubnisbehörde.
Durch die Schaffung von Mini-Kitas können stadtteilbezogen erforderliche und somit nachfrageorientierte Plätze geschaffen werden.

II.        Tagespflege

Eine weitere Möglichkeit des Ausbaus des Betreuungsangebots insbesondere bei den unter 3-jährigen stellt die qualifizierte Tagespflege dar. Gem. § 24 Abs. 2 SGB VIII haben Kinder, die das erste Lebensjahr vollendet haben, bis zur Vollendung des dritten Lebensjahres Anspruch auf Förderung in der Tagespflege oder einer Kindertageseinrichtung. Die Eltern haben hier ein Wahlrecht.

Eine Tagespflegeperson darf max. 5 Kinder gleichzeitig betreuen, soweit sie über geeignete Räumlichkeiten verfügt.

Ein Ausbau der Tagespflege ist in verschiedenen Bereichen möglich:

-        Ausbau von freiberuflichen Tagespflegestellen
-        Anstellung von Tagespflegepersonen; Räumlichkeiten durch Stadt Aschaffenburg
-        Tagespflegepersonen als Assistenzkraft in Mini-Kitas zur Randzeitenbetreuung
-        Anstellung als Ergänzungskraft in Mini-Kitas
-        Einsatz im Tagespflege-Ersatzbetreuungssystem

III.        Kinderbetreuung „Flexi-24“ (Begriff der Stadt Würzburg)

Die Betreuungsform Flexi-24 soll eine passgenaue Betreuung vor Ort in den Familien im vertrauten Umfeld ermöglichen. Sie soll dazu dienen, die Betreuung für Kinder auch außerhalb der Regelöffnungszeiten von Kindertageseinrichtungen zu ermöglichen, soweit die Eltern dies nachweislich aus beruflichen Gründen benötigen und die Betreuung nicht anderweitig sichergestellt werden kann.

Die Betreuungsleistung wird von Honorarkräften erbracht. Voraussetzungen für eine Mitarbeit sind folgende:

-        Teilnahme an einer Schulung (u. a. rechtl. Grundlagen, Entwicklungspsychologie)
-        Erste-Hilfe-Kurs am Kind
-        erweitertes Führungszeugnis
-        gesundheitliche Eignung
-        Eignungsfeststellung durch das Jugendamt

Die Stadt Aschaffenburg übernimmt die Kosten für die Betreuung und beteiligt die Eltern einkommensabhängig an den Kosten.

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6. Information zur KiTa-Plattform „Little Bird“

Gremium Sitzung Sitzungsdatum ö / nö Beratungstyp TOP-Nr.SP-Nr.
Jugendhilfeausschuss 3. Sitzung des Jugendhilfeausschusses 22.10.2020 ö Beschließend 6

.Beschlussvorschlag

I. Der Bericht der Verwaltung zur Einführung der KiTa-Plattform „Little Bird“ wird zur Kenntnis genommen.

II. Angaben zur Klimawirkung:

Bewertung -  jeweils Mehrung oder Minderung der Treibhausgase (THG)
Wenig klimarelevant
Teilweise klimarelevant
Sehr klimarelevant
[…x..]   keine weiteren Angaben erforderlich
[…..]   kurze Erläuterung in den Begründungen
[…..]  ausführlicher Erläuterung
in den Begründungen
Bewertungsschema nach KÖP (Klimaschutzmanagement in öffentlich Projekten)
 (Nationale Klimaschutz-Initiative  -  Klimabündnis / ifeu-Heidelberg / BMU)

III. Angaben zu den Kosten:
Durch den Vollzug dieses Beschlusses entstehen Kosten:
ja [ x  ]
nein [  ]

Sofern Kosten entstehen:


Die Kosten sind im laufenden Haushaltsplan veranschlagt
ja [ x  ]
nein [   ]
Es entstehen Folgekosten
ja [   ]
nein [   ]
Häufigkeit der Folgekosten
einmalig
[  ]
wiederkehrend
[   ]

.Begründung / Sachverhalt zum Zeitpunkt der Sitzungseinladung.

Seit dem Jahr 2015 besteht in Aschaffenburg die Möglichkeit für Eltern über die Plattform „webKITA“ einen Betreuungsplatz zu suchen und eine Vormerkung an die Einrichtungen zu schicken. Leider konnte „webKITA“ nicht die in das Programm gesetzte Erwartungen erfüllen. Schnittstellen zu den KiTa-Verwaltungsprogrammen konnten nicht realisiert werden; zugesagte Modernisierungen und Anpassungen der Plattform wurden vom Anbieter nicht umgesetzt.

Über eine bundesweite Recherche wurde deshalb nach einem neuen Programm gesucht. Die Auswahl wurde anhand einer Städteumfrage konkretisiert. Zudem haben drei Anbieter ihre Programme in Aschaffenburg vorgestellt.

Die KiTa-Plattform „Little Bird“ hat sich schließlich als geeignet erwiesen. Mittlerweile wird sie in über 200 Kommunen (unter anderem auch Würzburg) eingesetzt und verfügt über die benötigten Schnittstellen.
Weitere positive Aspekte:
  • Modernes Layout,
  • Eltern legen einen Account an, mit dem sie ihre Platzanfragen immer wieder bearbeiten können,
  • Mehrsprachigkeit, integrierte E-Mail-Kommunikation, Filter für die Suche usw.
  • Sperr- und Entsperrprozess verhindert Mehrfachplatzvergaben,
  • Responsives Webdesign für Smartphones und Tablets,
  • Größtmöglicher Schutz für die personenbezogenen Daten.

Im September wurde „Little Bird“ den KiTa-Leitungen und Trägern im Rahmen einer umfangreichen Präsentation durch den Anbieter vorgestellt. Bei der Veranstaltung, bei der nahezu alle Kitas und einige Träger vertreten waren, wurde in der Mehrheit positives Feedback gegeben. Die Kitas sind offen für den Wechsel.

Die Einführung soll im Laufe des Jahres 2021 erfolgen.
Zuvor wird gemeinsam mit den KiTas und Trägern im Rahmen eines Entwicklungsworkshops die Ausgestaltung der Plattform besprochen. Für die KiTa-Leitungen werden vom Anbieter zudem umfangreiche Schulungen angeboten. Kosten entstehen für die KiTas keine.

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7. Aktuelles aus dem Jugendamt –mündlicher Bericht

Gremium Sitzung Sitzungsdatum ö / nö Beratungstyp TOP-Nr.SP-Nr.
Jugendhilfeausschuss 3. Sitzung des Jugendhilfeausschusses 22.10.2020 ö Beschließend 7

.Beschlussvorschlag

I.

Der Jugendhilfeausschuss nimmt den Bericht des Amtsleiters zu aktuellen Themen und Entwicklungen aus dem Jugendamt zur Kenntnis.  




II. Angaben zur Klimawirkung:
(bitte ankreuzen)

Bewertung -  jeweils Mehrung oder Minderung der Treibhausgase (THG)
Wenig klimarelevant
Teilweise klimarelevant
Sehr klimarelevant
[…x..]   keine weiteren Angaben erforderlich
[…..]   kurze Erläuterung in den Begründungen
[…..]  ausführlicher Erläuterung
in den Begründungen
Bewertungsschema nach KÖP (Klimaschutzmanagement in öffentlich Projekten)
 (Nationale Klimaschutz-Initiative  -  Klimabündnis / ifeu-Heidelberg / BMU)


III. Angaben zu den Kosten:
Durch den Vollzug dieses Beschlusses entstehen Kosten:
ja [   ]
nein [ x ]

Sofern Kosten entstehen:


Die Kosten sind im laufenden Haushaltsplan veranschlagt
ja [   ]
nein [   ]
Es entstehen Folgekosten
ja [   ]
nein [   ]
Häufigkeit der Folgekosten
einmalig
[  ]
wiederkehrend
[   ]

.Begründung / Sachverhalt zum Zeitpunkt der Sitzungseinladung.

Es erfolgt ein mündlicher Bericht.

Datenstand vom 09.10.2020 11:58 Uhr