Für die Gebäudehüllensanierung Rathaus unter Beibehaltung der historischen Sandsteinfassade wurde im Stadtrat (Plenum 12.01.2015) der Bau- und Finanzierungsbeschluss gefasst.
Mit der Umsetzung wurde im August 2016 mit dem Bauteil B (Flachbau) begonnen. Im Zuge der Einrüstung und der begonnenen Sanierungsmaßnahmen wurde parallel durch den TÜV Rheinland LGA Bautechnik die Fassade untersucht und begutachtet. Mit dem Ergebnis, dass die Sandsteinfassade nicht mehr die geforderte Standsicherheit aufweist und erneuert werden muss.
Das Gutachten und die Dokumentation der Sandsteinfassade wurden dem Stadtrat (PVS 09.05.2017) vorgestellt.
Auf der Grundlage aller vorliegenden Untersuchungsergebnisse konnten die beauftragten Planer (Architekturbüro Bernhardt + Partner, Darmstadt) und Fachplaner (Planungsbüro EPT, Aschaffenburg) eine Kostengberechnung mit allen erforderlichen Maßnahmen erstellen, die dem Stadtrat (Plenum 04.12.2017) vorgestellt wurden.
Die nach Kostengruppen gegliederte Berechnung endet mit brutto 16,5 Mio. €
Darin enthalten ist der bereits durch Stadtratsbeschluss vom 12.01.2015 enthaltene Finanzierungsanteil von 6,5 Mio. €, mit einem bereits ausgeführten Anteil von ca. 2,0 Mio. €.
Mit Stadtratsbeschluss vom 20.11.2017 wurde ein externer Projektsteuerer mit der nochmaligen Kostenkontrolle beauftragt.
Das Büro Bau-REAL GmbH aus Darmstadt hat umgehend mit der dezidierten Prüfung aller relevanten Kostengruppen auf Basis von Kostenkennwerten und Einheitspreisprüfung begonnen.
Auch erfolgte eine umfassende Vollständigkeitsprüfung.
Mit einzelnen, jedoch marginalen Verschiebungen innerhalb der jeweiligen Kostengruppen, insbesondere innerhalb der KG 300 (Bauwerk – Baukonstruktion) und der KG 400
(Bauwerk– Technische Anlagen), endet die Prüfung mit einer Gesamtfinanzierungssumme
von 16,422 Mio. €.
Durch den nur gering abweichenden Kostenrahmen empfehlen wir, die bereits mitgeteilten Gesamtkosten von 16,5 Mio. € im haushaltsrechtlichen Finanzierungsrahmen zu belassen.
Neben den bereits vorliegenden Förderungen der Bayerischen Landesstiftung, dem Entschädigungsfonds des Bayerischen Staatsministeriums und der Deutschen Stiftung Denkmalschutz in Höhe von insg. 1,6 Mio. € sind bereits weitergehende Anträge mit dem aktuellen Kostenrahmen in Vorbereitung. Einer nicht förderschädlichen Fortführung der Baumaßnahme wurde von den jeweiligen Fördergebern zugestimmt.
Der Bauablauf gliedert sich in mehrere, geplante Bauabschnitte, vorbehaltlich der Finanzierung und Förderung:
2018 Fertigstellung Flachbau Bauteil „B“ (Sandsteinfassade, Dach, Fenster)
2019-2020 Hochhaus Bauteil „A“ äußere Fassade (Sandsteinplatten, Fenster/Türen) und Dach
2021 Hochhaus Bauteil „A“ Innenhof (Lichtkuppel, Putzfassade, Fenster)