Antrag auf Mitgliedschaft Rhein.Main.Fair e.V.


Daten angezeigt aus Sitzung:  6. Sitzung des Haupt- und Finanzsenates, 13.07.2020

Beratungsreihenfolge
Gremium Sitzung Sitzungsdatum ö / nö Beratungstyp TOP-Nr.SP-Nr.
Haupt- und Finanzsenat 6. Sitzung des Haupt- und Finanzsenates 13.07.2020 ö Beschließend 1HFS/6/15/20

.Begründung / Sachverhalt zum Zeitpunkt der Sitzungseinladung.

Der Faire Handel strebt nach mehr Gerechtigkeit im internationalen Handel. Durch bessere Handelsbedingungen und die Sicherung sozialer Rechte für benachteiligte Produzenten sowie Arbeiterinnen und Arbeiter – insbesondere in den Ländern des globalen Südens – leistet der Faire Handel einen Beitrag zu nachhaltiger Entwicklung.

Die Unterstützung der Eine-Welt-Arbeit hat in Aschaffenburg Tradition.
Zu diesem Engagement zählen unter anderem die Eine-Welt-Bilanz 2003 sowie deren Fortschreibung im Jahre 2012. Auch der Stadtratsbeschluss „Aschaffenburg gegen ausbeuterische Kinderarbeit“ aus dem Jahre 2008, bekräftigt dieses Engagement.
In der Aschaffenburger Stadtgesellschaft hat das Engagement für den fairen Handel ein gutes Fundament. Die Stadt Aschaffenburg ist seit Februar 2015 Fairtrade-Stadt und wurde bereits zweimal Re-zertifiziert.

Rhein.Main.Fair e.V. bietet die Chance, den Vernetzungsgedanken der Fairtrade-Kampagne für die Stadt  Aschaffenburg konsequent auszubauen. Die Initiative Fairtrade Stadt Aschaffenburg profitiert von den Ideen, den Erfahrungen und dem Know-how regionaler Akteure aus dem Rhein-Main Gebiet.

Die Metropolregion Frankfurt/RheinMain ist eine von insgesamt elf Metropolregionen in Deutschland, die 2005 durch die Ministerkonferenz für Raumordnung (MKRO) ausgewiesen wurden. Metropolregionen sind hochverdichtete städtische Ballungsräume, die wesentliche Motoren der gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Entwicklung sind und internationale Ausstrahlung haben. Diese Strahlkraft der in der Region angesiedelten Unternehmen soll auch für den Fairen Handel genutzt werden um diesen noch stärker in die Philosophie der wirtschaftlichen Betriebe zu verankern.

Gerade die Covid-19-Pandemie zeigt, dass sich niemand der Globalisierung in all ihren Verzweigungen entziehen kann. Es werden sicherlich viele Lehren aus der Pandemie zu ziehen sein. Eines aber war für die engagierten der Initiative Rhein.Main.Fair schon vorher klar: Wir müssen die Globalisierung gerecht gestalten und aus der Reaktion in die Aktion kommen. Seit fast fünf Jahren arbeitet die Initiative Rhein.Main.Fair – bestehend aus Vertretern von Faritrade-Kommunen, Kirchen, Landesministerien, Landesnetzwerken und NGOs aus Hessen, Rheinland-Pfalz und Bayern wie beispielsweise den Weltladen Aschaffenburg – an der Vernetzung der Region zur dritten Fairtrade Metropolregion Deutschlands. Damit wurde für die teilnehmenden Initiativen eine Plattform geschaffen, die regional wahrgenommen wird.

Aus der Initiative ist nun ein gemeinnütziger Verein geworden. Damit ist eine geeignete Rechtsform geschaffen worden, um z.B. Förderanträge bei Engagement Global und ihrer Servicestelle Kommunen in der Einen Welt zu stellen.
So ist nun die finanzielle Grundlage gelegt, um gemeinsame Projekte in der Metropolregion RheinMain zu realisieren und das Engagement stärken zu können.
Rhein.Main.Fair ist die Plattform, um gemeinsam regional bedeutsame Akteure für nachhaltige Entwicklung zu gewinnen und um übergreifende Anliegen zu verfolgen.
Die Vorstandschaft besteht aus Vertretern die beteiligten Bundesländer: Gisela Stang Bürgermeister a.D. Kreisstadt a.T. Vorsitzende (Hessen); Ralf Claus, Oberbürgermeister Ingelheim, stellv. Vorsitzender (Rheinland-Pfalz); Jürgen Herzing, Oberbürgermeister Aschaffenburg, stellv. Vorsitzender (Bayern).

Der jährliche Mitgliedsbeitrag ist abhängig von der Rechtsform der Organisation, bei Kommunen von der Einwohnerzahl.
Für die Stadt Aschaffenburg ergibt sich ein Jahresbeitrag von 800€.

Die Rezertifizierung zur Fairtrade-Kommune ist jedes Mal neu mit Aufwand verbunden. Rhein.Main.Fair hilft mit Ideen und Erfahrungen, benennt die richtigen Ansprechpartner und stellt Kontakte her.

Rhein.Main.Fair akquiriert Drittmittel und Spenden, mit denen regional-spezifische und innovative
Themen und Ziele verfolgt werden. Der Verein wird mit kommunalen und freien Trägern gemeinsame Projekte, entwickeln und organisieren um nachhaltige Entwicklung alltagsdienlich, lebensnah und auf bürgerschaftliches Engagement hin ausgerichtet zu fördern.
Die Beratung im Kontext „öko-sozialer Beschaffung“ zielt darauf ab, den praktischen Bedarfen kommunaler Verwaltungen wie zivilgesellschaftlicher Akteure zu entsprechen.

Darüber hinaus bietet Rhein.Main.Fair vielfältige Möglichkeiten, in partizipativer und direkter Weise
Einfluss zu nehmen auf die Entwicklung und Ausgestaltung von Fairtrade und Bildung für nachhaltige Entwicklung in der Metropolregion Rhein-Main.
Die Fairtrade Stadt Aschaffenburg bekennt sich zur Idee und Initiative einer fairen Metropolregion Rhein-Main und unterstützt dies durch die Mitgliedschaft im gemeinnützigen Verein Rhein.Main.Fair. eV.

.Beschluss:

I. Die Fairtrade Stadt Aschaffenburg bekennt sich zur Idee und Initiative einer fairen Metropolregion Rhein-Main und unterstützt dies durch die Mitgliedschaft im gemeinnützigen Verein Rhein.Main.Fair. e. V.

II. Angaben zu den Kosten:

Durch den Vollzug dieses Beschlusses entstehen Kosten:
ja [  x ]
nein [   ]

Sofern Kosten entstehen:


Die Kosten sind im laufenden Haushaltsplan veranschlagt
ja [   ]
nein [  x ]
Es entstehen Folgekosten
ja [  x ]
nein [   ]
Häufigkeit der Folgekosten
einmalig
[  ]
wiederkehrend
[ x  ]

Abstimmungsergebnis:
Dafür: 17, Dagegen: 0

Datenstand vom 15.09.2020 08:28 Uhr