Schulen in Aschaffenburg; Bericht über Schülerzahlen, Betreuungssituation, Sportunterricht und gesunde Ernährung - Anträge der GRÜNEN-Stadtratsfraktion vom 28.01.2022 und 31.03.2022


Daten angezeigt aus Sitzung:  3. Sitzung des Bildungssenates, 22.11.2022

Beratungsreihenfolge
Gremium Sitzung Sitzungsdatum ö / nö Beratungstyp TOP-Nr.SP-Nr.
Bildungssenat 3. Sitzung des Bildungssenates 22.11.2022 ö Beschließend 2BS/3/2/23

.Begründung / Sachverhalt zum Zeitpunkt der Sitzungseinladung.

Schüler*innenzahlen im Schuljahr 2022/23 an den Aschaffenburger Schulen 

Jeweils zum Stichtag 01.10. eines Jahres (bei allgemeinbildenden Schulen) bzw. zum 20.10. (bei beruflichen Schulen) werden die statistisch relevanten Schüler*innenzahlen erhoben. Im laufenden Schuljahr 2022/23 stellen sich die Zahlen wie folgt dar, zum Vergleich sind die Zahlen des Vorjahres mit aufgeführt: 

Schule
Schüler*innenzahl zum 01. bzw. 20.10.2022
Schüler*innenzahl zum 01. bzw.20.10.2021
Differenz
neuem zu altem Schuljahr
Grundschulen



Brentano-Grundschule
263
215
48
Christian-Schad-Grundschule
154
160
-6
Dalberg-Grundschule
169
163
6
Erich-Kästner-Grundschule
68
68
0
Erthal-Grundschule
88
80
8
Grünewald-Grundschule
284
276
8
Hefner-Alteneck-Grundschule
265
233
32
Kolping-Grundschule
181
160
21
Mozart-Grundschule
199
182
17
Pestalozzi-Grundschule
272
271
1
Schiller-Grundschule
212
176
36
Strietwald-Grundschule
164
158
6




Mittelschulen



Brentano-Mittelschule
332
308
24
Dalberg-Mittelschule
202
168
34
Hefner-Alteneck-Mittelschule
153
142
11
Pestalozzi-Mittelschule
205
229
-24
Schönberg-Mittelschule
333
312
21




Förderschulen



Comeniusschule
211
206
5
Fröbelschule
170
175
-5




Realschule



Ruth-Weiss-Realschule
962
1.018
-56




Gymnasien



Friedrich-Dessauer-Gymnasium
1359
1.392
-33
Karl-Theodor-v.Dalberg-Gymnasium
864
865
-1
Kronberg-Gymnasium
1002
989
13




Berufliche Schulen



Staatliche Berufsschule I
1601
1.612
-11
Staatliche Berufsschule II
2082
2.266
-184
Staatliche Berufsfachschule für IT-Berufe
24
24
0
Städtische Berufsfachschule für Elektrotechnik
36
32
4
Staatliche Fachschule für Maschinenbautechnik
61
76
-15
Städtische Fachschule für Steinmetzen und Steinbildhauer
12
16
-4
Staatliche Fachoberschule
634
652
-18
Staatliche Berufsoberschule
67
71
-4

Anmeldezahlen neue erste und fünfte Klassen

Schulname
2022/2023
2021/2022
Differenz
Brentano-Grundschule
70
53
17
Erthal-Grundschule
17
19
 -2
Erich-Kästner-Grundschule
16
18
 -2
Grünewald-Grundschule
73
75
-2
Christian-Schad-Grundschule
38
42
 -4
Dalberg-Grundschule
37
34
 3
Kolping-Grundschule
43
39
 4
Pestalozzi-Grundschule
62
65
 -3
Schiller-Grundschule
66
36
 30
Strietwald-Grundschule
46
38
 8
Hefner-Alteneck-Grundschule
67
62
 5
Mozart-Grundschule
51
46
 5
Brentano-Mittelschule
44
46
 -2
Dalberg-Mittelschule
44
38
 6
Schönbergschule
31
34
 -3
Pestalozzi-Mittelschule
40
38
2
Hefner-Alteneck-Mittelschule
27
30
 -3
Ruth-Weiss-Realschule
117
132
-15
Friedrich-Dessauer-Gymnasium
193
199
-6
Kronberg-Gymnasium
113
135
-22
Dalberg-Gymnasium
106
160
-54
 
Anmerkungen zu den Tabellen:
* ukrainische Schüler*innen sind in der Auflistung beinhaltet
* das Kronberg-Gymnasium hat einen Aufnahmestopp wegen Baumaßnahmen und kann damit nur 
  4 Klassen in der 5. Klassenstufe bilden 
* es ist im Schuljahr 2022/2023 eine Verlagerung von den Gymnasien/ Realschule hin zu den
  Mittelschulen erkennbar

Betreuungsangebote im Schuljahr 2022/23 an den Aschaffenburger Schulen 

An allen staatlichen Schulen in Aschaffenburg, die Jahrgangsstufen zwischen der 1. und der 10. Klasse führen, sind Angebote zur ganztägigen Betreuung eingerichtet. Im Einzelnen gibt es hier folgende Angebote: 


Schule
Angebote
Teilnahme
Grundschulen
 
 
Brentano GS
Mittagsbetreuung
4 Gruppen
Christian Schad GS
Hort

Gebundener Ganztag
9 rhythmisiert (nach 16:00) , 60: flexibel (anschließend an den Unterricht), jeweils bis 17:00 
3 Klassen bis 16:00 Uhr
 


Dalberg GS
Gebundener Ganztag
5 Klassen mit 105 Schüler*innen
 
Mittagsbetreuung
1 Kurzgruppe bis 14:00  mit 18 TN
Erich Kästner GS
Offene Ganztagsschule
2 Kurzgruppen mit 28 TN
 
 
1 Langgruppe mit 22 TN
Erthal GS
Hort
47 TN
Grünewald GS
Offene Ganztagsschule
10 Kurzgruppen bis 14:00 mit 120 TN
 
 
4 Langgruppen bis 16:00 mit 83 TN
Hefner-Alteneck GS
Offene Ganztagsschule
6 Kurzgruppen bis 14.00 Uhr mit 79 TN
 
 
4 Langgruppen bis 16:00 mit 86 TN
Kolpingschule
Gebundener Ganztag
4 Klassen bis 16:00 Uhr mit  87 Schüler*innen
 
Mittagsbetreuung
2 verlängerte Gruppen bis 15:30 Uhr mit 30 TN
 
 
1 Gruppe mit erhöhter Förderung bis 16.00 Uhr mit 12 TN
Mozart GS
Offene Ganztagsschule
9 Kurzgruppen bis 14:00 Uhr mit 112 TN
 
 
1 Langgruppe bis 16:00 Uhr 32 TN
Pestalozzi GS
Offene Ganztagsschule
10 Kurzgruppen bis 14:00 mit 122 TN
 
 
2 Langgruppen bis 16:00 mit 40 TN
Schiller GS
Offene Ganztagsschule
7 Kurzgruppen bis 14:00 Uhr mit 86 TN
 
 
4 Langgruppen bis 16:00 mit 87 TN 
Strietwald GS
Mittagsbetreuung
4 Kurzgruppen bis 14:00 Uhr mit 41 TN
 
 
6 Langgruppen bis 16:00 Uhr mit 72 TN
Mittelschulen
 
 
Brentano MS
Offene Ganztagsschule
2 Gruppen bis 16:00 Uhr mit 25 TN
Dalberg MS
Gebundener Ganztag
5 Klassen mit 92 Schüler*innen
Hefner-Alteneck MS
Offene Ganztagsschule
Gebundener Ganztag
2 Gruppen bis 16:00 Uhr mit  25  TN
6 Klassen bis 16 Uhr
Pestalozzi MS
Offene Ganztagsschule
3 Gruppen bis 16:00 Uhr mit 50, davon 10 mit sonderpäd. Förderbedarf
Schönberg MS
Offene Ganztagsschule
2 Gruppen bis 16:00 Uhr mit  33  TN
Realschule
 
 
Ruth-Weiss-Realschule
Offene Ganztagsschule
3 Gruppen bis 16.00 Uhr mit 55 TN
Gymnasien
 
 
FDG
Offene Ganztagsschule
3 Gruppen bis 16:00 Uhr mit 81 TN
Dalberg Gymnasium
Offene Ganztagsschule
3 Gruppen bis 16:00 Uhr mit  68 TN
Kronberg Gymnasium
Offene Ganztagsschule
2 Gruppen bis 16:00 Uhr mit  47 TN
Förderschulen
 
 
Comeniusschule
Heilpädagogische Tagesstätte
 
Fröbelschule
Offene Ganztagsschule
Grundschulstufe 5 Grp, Mittelschulstufe 2 Grp

Gesunde Ernährung in Aschaffenburgs Schulen; Anfrage Grüne Stadtratsfraktion vom 31.03.2022

Im Rahmen der vorgenannten Betreuungsangebote, aber auch an Schulen für ältere Jugendliche/junge Erwachsene mit häufigem Unterricht am Nachmittag wird am Mittag in allen Schulen eine Mittagsverpflegung angeboten.

Das Angebot der Schulen in der Übersicht: 

Schule
Lieferant
Art der Zubereitung
Angebot vollwertiges vegetarisches Gericht
Grundschulen
 
 
 
Brentano-Grundschule
Cateringunternehmen
im Unternehmen frisch gekocht, Lieferung
täglich
Christian-Schad-Grundschule
Cateringunternehmen
 im Unternehmen frisch gekocht, Lieferung
nein
Dalberg-Grundschule
Cateringunternehmen
im Unternehmen frisch gekocht, Lieferung
auf Wunsch der Schule, wenn zwei Menü-Linien angeboten werden
Erich-Kästner-Grundschule
Cateringunternehmen
im Unternehmen frisch gekocht, Lieferung
auf Wunsch (wöchentl. Abfrage)
Erthal-Grundschule
Metzgerei
im Unternehmen frisch gekocht, Lieferung
nur vegetarische Komponenten
Grünewald-Grundschule
Cateringunternehmen
 im Unternehmen frisch gekocht, Lieferung
auf Wunsch (wöchentl. Abfrage)
Hefner-Alteneck-Grundschule, Bavariastraße
keiner
vor Ort durch angestellte Köchin frisch gekocht
täglich
Hefner-Alteneck-Grundschule, Außenstelle Hockstraße
Cateringunternehmen
im Unternehmen frisch gekocht, Lieferung
täglich
Kolping-Grundschule
Cateringunternehmen
Wohlfahrtverband
im Unternehmen frisch gekocht, Lieferung
täglich
Mozart-Grundschule
Wohlfahrtsverband
im Unternehmen frisch gekocht, Lieferung
auf Wunsch (wöchentl. Abfrage)
Pestalozzi-Grundschule
Cateringunternehmen
 im Unternehmen frisch gekocht, Lieferung
auf Wunsch (wöchentl. Abfrage)
Schiller-Grundschule
Cateringunternehmen
 im Unternehmen frisch gekocht, Lieferung
täglich
Strietwald-Grundschule
Cateringunternehmen
 im Unternehmen frisch gekocht, Lieferung
täglich
 
 
 
 
Mittelschulen
 
 
 
Brentano-Mittelschule
Cateringunternehmen
 im Unternehmen frisch gekocht, Lieferung
täglich
Dalberg-Mittelschule
Cateringunternehmen
im Unternehmen frisch gekocht, Lieferung
auf Wunsch der Schule, wenn zwei Menü-Linien angeboten werden
Hefner-Alteneck-Mittelschule
keiner
vor Ort durch angestellte Köchin frisch gekocht
täglich
Pestalozzi-Mittelschule
Gaststätte 
im Unternehmen frisch gekocht, Lieferung
nur vegetarische Komponenten
Schönberg-Mittelschule
Cateringunternehmen
 im Unternehmen frisch gekocht, Lieferung
nur vegetarische Komponenten
 

 
 
 
Förderschulen
 
 
 
Comeniusschule
Cateringunternehmen
im Unternehmen frisch gekocht, Lieferung
auf Wunsch (wöchentl. Abfrage)
Fröbelschule
Bundesweiter Lieferant
nach Kochen schockgefrostet, Aufbereitung vor Ort bzw. vor Ort durch angestellte Köchin frisch gekocht
nur vegetarische Komponenten
 

 
 
 
Realschule
 
 
 
Ruth-Weiss-Realschule
Cateringunternehmen
im Unternehmen frisch gekocht, Lieferung
täglich
 
 
 
 
Gymnasien
 
 
 
Friedrich-Dessauer-Gymnasium
Cateringunternehmen
im Unternehmen frisch gekocht, Lieferung
täglich
Karl-Theodor-v.Dalberg-Gymnasium
Cateringunternehmen
im Unternehmen frisch gekocht, Lieferung
täglich
Kronberg-Gymnasium
Cateringunternehmen
im Unternehmen frisch gekocht, Lieferung
täglich


Die Mittagsverpflegung an den Schulen der Stadt Aschaffenburg ist sehr vielfältig und besteht zum Teil seit längerer Zeit aus hervorragend gewachsenen Strukturen und Beziehungen zwischen den Schulen und den Anbietern der Verpflegung. Die Abwicklung der Bestellung und Bezahlung läuft dabei eigenständig zwischen Eltern bzw. Schüler*innen, Schulen und Caterern bzw. Produzenten. Das Schulverwaltungsamt unterstützt die Schulen auf Anfrage bei der Auswahl geeigneter Anbieter, die Entscheidung über Angebot und Ausgestaltung der Mittagsverpflegung treffen jedoch die Schulen eigenständig in den je nach Schulform hierfür zuständigen Gremien.  

Seitens des Schulverwaltungsamtes werden die Schulen auch auf die einschlägigen Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) hingewiesen. 

Bisher verfügte nur ein einziger Caterer tatsächlich über eine kontinuierliche DGE Zertifizierung. Im letzten Schuljahr hat sich nun dieser Caterer gegen eine Aufrechterhaltung der Zertifizierung entschieden. 

Das Gesamtbild der Befragung zeigt, dass die DGE Richtlinien von den betreffenden Schulverpflegungs-Firmen als wichtige Orientierung hinzugezogen werden. Von einer streng reglementierten Umsetzung mit zyklisch wiederkehrenden, festen Speiseplänen, die nach Nährwerttabellen erstellt werden, rücken die Caterer allerdings dann ab, wenn es kontraproduktiv bezüglich der regionalen/saisonalen Beschaffung und der Abfallmenge ist. Im Hinblick auf die Abfallmengen ist es finanziell und aus Gründen der Nachhaltigkeit angemessener, die Nachfrage vor Ort stärker zu berücksichtigen und ihr den Vorrang vor pauschalen Ernährungstabellen zu geben. 

Die Grundlage für die DGE Qualitätsstandards bilden die D-A-CH Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr. Daraus ergeben sich Vorgaben zur Lebensmittelauswahl und zur Lebensmittelhäufigkeit. Die Speisplanung beinhaltet beispielsweise den Menüzyklus sowie saisonale und kulturspezifische Aspekte. Bei der Speisenherstellung liegen die Schwerpunkte unter anderem auf einer fettarmen Zubereitung, dem moderaten Einsatz von Zucker und Salz sowie die Einhaltung von Warmhaltezeiten. 

Ausführliche Informationen zu den DGE Qualitätsstandards und den D-A-C-H Referenzwerte finden sich unter: Quelle: Was sind die DGE-Qualitätsstandards? (Stand 11.04.2022); www.dge.de


Regionale Produkte: 

An sieben Schulen werden durch die Cateringunternehmen mindestens zu 40% bis 50% regionale Produkte bei der Herstellung der Speisen verwendet. Die Cateringunternehmen bzw. Köch*innen an den übrigen Schulen geben an, regionale Produkte zu priorisieren. Allerdings sei die Beschaffung in den benötigten Mengen oft schwierig bis unmöglich. Daher ist der Anteil an regionalen Produkten eher niedrig und schwankt saisonal vor allem bei Obst und Gemüse. Eine Berücksichtigung der DGE-Richtlinien mit den dort vorgeschlagenen Menüzyklen verhindert offenbar in Teilen die Verwendung saisonaler und regionaler Produkte. 

Produkte aus ökologischer Landwirtschaft:

Sechs Schulen werden von Caterern beliefert, die ökozertifiziert sind. Die Zertifizierung schreibt eine Versorgung über ausschließlich ökologische Produkte vor. Dies wird streng überwacht. Lediglich max. 5% des Bedarfs dürfen hier in Ausnahmefällen über andere Produkte abgedeckt werden. 

An drei weiteren Schulen beträgt der Anteil ökologischer Produkte an der Mittagsverpflegung je nach Finanzierbarkeit, bzw. Zusammenstellung der je aktuellen Speisepläne zwischen 10 und 30%. 

In den übrigen Schulen ist der Anteil an ökologischen Produkten sehr gering und wird mit ca. 5% angegeben. Begründet wird damit, dass die Anschaffungs- und Herstellungskosten für diese Produkte deutlich höher sind und dann auch an die Bezieher der Verpflegungsleistungen weitergegeben werden müssten. Dies führe zu weniger Akzeptanz.

Im Vergleich zeigt sich, dass bei der Erstellung der Speisepläne die ökozertifizierten Caterer ökologischen Gesichtspunkten den Vorzug gegenüber den DGE Richtlinien geben. Umgekehrt scheint eine hauptsächliche Orientierung an DGE Richtlinien eine Berücksichtigung ökologischer Gesichtspunkte zu erschweren.

Fair gehandelte Produkte fließen in die Zubereitung der Mittagsverpflegung ein, soweit es den Anbietern wirtschaftlich möglich ist und dies in dem jeweiligen Konzept vorgesehen ist. 
Ein beauftragter bundesweiter Lieferant hat ein umfangreiches Konzept zur Nachhaltigkeit auf allen Ebenen. Alle direkten Lieferanten entsprechen den Prinzipien des UN Global Compact, siehe www.globalcompact.de .  Eines der Unternehmen veranstaltet sogenannte „fair trade“ Wochen. Während dieser Aktion werden Fair Trade Produkte verkauft. Diese Aktion bezieht sich jedoch nicht auf die Herstellung der Speisen, sondern auf den Verkauf fertiger Fair Trade Produkte. 
Bei den Cateringunternehmen, die besonderen Wert auf die Verwendung regionaler Produkte legen, steht die Verwendung fair gehandelter Produkte weniger im Fokus. 


Bericht zum Sportunterricht an Schulen; Antrag Grüne Stadtratsfraktion vom 28.01.2022

Die Schulen der Stadt benutzen für ihren Sport- bzw. Schwimmunterricht nicht nur eigene, vor Ort verfügbare Flächen, sondern müssen aufgrund des großen Bedarfs häufig auf andere Sport- und Schwimmflächen innerhalb der Stadt, aber auch im Landkreis, ausweichen. Für die Anmietung der Flächen entstehen der Stadt Kosten, ebenso für den ggf. notwendigen Transport der Schülerinnen und Schüler dorthin.

Kosten für die Nutzung externer Sport-bzw. Schwimmflächen entstanden 2021 in Höhe von ca. 272.000 Euro.

Die Kosten für die Bustransfers zum Schwimmunterricht beliefen sich 2021 auf ca. 46.000 Euro.

Im Einzelnen organisieren sich die Schulen beim Sport- und Schwimmunterricht wie folgt:

Grundschulen

Brentano-Grundschule:
      -    Nutzung beider Sporthallen und Sportplatz Brentano-Schulen und Laufbahn oberhalb
           Grünbrücke, vor den Bundesjugendspielen auch den TSG-Sportplatz (Ostern bis Ende
           Juni),
  • für den Schwimmunterricht Stadtbad und Schwimmbad Maria-Ward-Schule
  • Bustransfer zum Sportplatz Schweinheim (4 Fahrten pro Woche für 8 Klassen), Kosten übernimmt die Stadt (pro Fahrt 250 Euro)

Christian-Schad-Grundschule:
      -    Nutzung eigene Halle bzw. Sportplatz, auch Bürgerhaus Nilkheim für 6 Stunden pro Woche
  • für den Schwimmunterricht Nutzung Stadtbad
  • Bustransfer zum Schwimmbad

Dalberg-Grundschule:
  • teilt sich mit Dalberg-MS eine eigene Halle, muss aber für 5 Stunden in Gymnastikraum ausweichen
  • gelegentlich Nutzung Schiller-Sportplatz
  • für den Schwimmunterricht Nutzung Stadtbad

Erich-Kästner-Grundschule:
      -    keine eigene Halle bzw. Sportplatz, Nutzung Halle des TSV Gailbach; Kosten rund 11.000
            Euro/Jahr
  • für den Schwimmunterricht einmal pro Woche Nutzung Schwimmbad Haibach
  • Bustransfer zum Schwimmbad: 85 Euro pro Fahrt

Erthal-Grundschule:
      -    Nutzung eigene Halle/ Sportplatz
  • für den Schwimmunterricht Stadtbad, Bustransfer zum Schwimmunterricht

Grünewald-Grundschule:
      -    Nutzung eigene Halle/ Sportplatz, Laufbahn in der Nähe, selten Ausweichen auf Turnhalle
           Fröbelschule oder TVA-Halle
  • für den Schwimmunterricht im Normalfall wöchentlich 8 Stunden Schwimmhalle Fröbelschule,
  • kein Bustransfer notwendig

Hefner-Alteneck-Grundschule:
  • Nutzung eigene Halle und Sportplatz
  • für den Schwimmunterricht Nutzung eigene Schwimmhalle 
  • kein Bustransfer notwendig

Kolping-Grundschule:
      -    Nutzung eigene Halle, im Sommer auch Nutzung Sportplatz Schillerstraße
  • für den Schwimmunterricht Nutzung Stadtbad
  • Bustransfer zum Stadtbad

Mozart-Grundschule:
  • Nutzung eigene Halle und Sportplatz
  • für den Schwimmunterricht Nutzung Stadtbad
  • Bustransfer zum Schwimmbad

Pestalozzi-Grundschule:
  • Nutzung eigene Halle und Sportplatz
  • auch Nutzung Turnhalle Pestalozzi-Mittelschule für 15 Stunden/Woche
  • für den Schwimmunterricht die Schwimmhalle Hefner-Alteneck-Schule
  • Bustransfer zum Schwimmbad
  • voraussichtlich ab Mai/Juni 2023 wieder eigenes Lehrschwimmbecken verfügbar

Schiller-Grundschule:
      -    Nutzung eigene Halle, Sportplatz an Schillerstraße (fußläufig)
  • für den Schwimmunterricht Nutzung Schwimmhalle Hefner-Alteneck-Schule
  • Bustransfer zum Schwimmbad

Strietwald-Grundschule:
  • Nutzung eigene Halle und Sportplatz
  • für den Schwimmunterricht Nutzung Schwimmhalle Comeniusschule
  • Bustransfer zum Schwimmbad

Mittelschulen

Brentano-Mittelschule:
  • eigene Halle und kleiner Platz, gelegentlich Nutzung Sportplatz TV Schweinheim
  • im laufenden Schuljahr kein Schwimmunterricht

Dalberg-Mittelschule:
  • Nutzung eigene Halle, aber auch Turnhalle Schönberg-MS und Sportplatz Schillerstraße (6-10 Stunden pro Woche)
  • im laufenden Schuljahr kein Schwimmunterricht

Hefner-Alteneck-Mittelschule:
  • Nutzung eigene Halle und Sportplatz
  • für den Schwimmunterricht Nutzung eigene Schwimmhalle 
  • kein Bustransfer notwendig

Pestalozzi-Mittelschule:
  • Nutzung eigene Halle und Sportplatz, Ausweichmöglichkeit TV Schweinheim
  • im laufenden Schuljahr kein Schwimmunterricht

Schönberg-Mittelschule:
  • Nutzung Mehrzweckhalle Obernau und eigener Platz, auch Nutzung Sportplatz Adlerstr. oder Schillerstr. (ca. 6 h/Woche, fußläufig)

Realschule

Ruth-Weiss-Realschule:
  • eigene Halle und Platz, auch Nutzung FOS-Turnhalle (fußläufig)
  • für den Schwimmunterricht Nutzung Stadtbad
  • insgesamt 14 Stunden Schwimmen und FOS-Turnhalle „außer Haus“
  • kein Bustransfer notwendig

Gymnasien

Dalberg-Gymnasium:
  • Nutzung eigene 2-fach-Halle und Sportplatz, 
  • TVA-Halle, Kletterhalle Alpenverein, Außensportanlage Kronberg-Gymnasium, Großmutterwiese (insgesamt ca. 34 Stunden außerhalb eigener Anlagen) 
  • für den Schwimmunterricht Nutzung Stadtbad und Schwimmhalle Fröbelschule 
  • Bustransfer zum Schwimmen, alles andere fußläufig

Friedrich-Dessauer-Gymnasium:
  • Nutzung von zwei schuleigenen Einfachhallen und Außenanlagen, fan-Arena (zu einem Drittel des gesamten Sportunterrichts), Tennisplätze/Halle SSKC Poseidon (1000 Euro/Jahr), Kletterhalle Alpenverein(30 Euro/Schüler/ Halbjahr)
  • ca. 50 % des Sportunterrichts können nicht in schuleigenen Anlagen durchgeführt werden, da parallel 4 Klassen unterrichtet werden (in zwei eigenen Hallen, Unterfrankenhalle, Stadtbad)
  • nur Bustransfer zur Kletterhalle notwendig, alles andere fußläufig

Kronberg-Gymnasium:
  • Nutzung der beiden eigenen Halle und Außenbereich, zusätzlich Halle TVA (2 Stunden pro Woche), Sporthalle Fröbelschule (18 Stunden pro Woche), Sporthalle Grünewaldschule (4x90 Minuten/Woche für Judo), Kletterhalle (4x90 Minuten/Woche für Kletter-AG)
  • für Schwimmunterricht Nutzung Schwimmhalle Fröbelschule und Stadtbad
  • für Stadtbad Bustransfer notwendig

Förderschulen

Comeniusschule
  • Turnhalle der Comenius-Schule (täglich von 8.15 – 15.30 Uhr durch eigene Klassen belegt)
  • Schwimmhalle der Comenius-Schule (täglich von 8.15 – 15.30 Uhr durch eigene Klassen belegt) 
  • Mehrzweckhalle Obernau (3 Nachmittage / Woche)
  • Bürgerhaus Nilkheim (1 Nachmittag / Woche)
  • Stadtbad (1 Nachmittag / Woche)
  • Rasenplatz des TV Aschaffenburg (1 Nachmittag / Woche)
  • Schulturnhalle Kleinostheim (Nutzung durch dortige Partnerklasse)
  • Schulturnhalle Winzenhohl (Nutzung durch dortige Partnerklasse)
  • Schulturnhalle d. Mozartschule (Nutzung durch die Klassen der Außenstelle)
  • Schulturnhalle d. Christian-Schad-Grundschule Nilkheim (Nutzung durch dortige Partnerklasse)
  • Fahrt zum Stadtbad mittels Fahrdienst Rotes Kreuz und alle anderen Touren mit schuleigenen Bussen
  • Transferkosten fallen v.a. zum Transport der Schüler von unserer Außenstelle und den Partnerklassen ins Stammhaus zum Schwimmunterricht an

Fröbelschule
  • Schwimmen und Sport in den eigenen Hallen


Folgende Feststellungen lassen sich aus der Zusammenfassung der aktuellen Nutzung der Sport- und Schwimmflächen ableiten:

  1. Bei den Grundschulen gibt es aktuell lediglich ab dem Schuljahr 2023/2024 bei der Grünewald-Grundschule einen Handlungsbedarf. Durch die Erweiterung der Schule besteht auch ein größerer Bedarf an Sportanlagen.

  1. Drei Grundschulen nutzten bisher die Schwimmhalle Schönberg-Mittelschule, die aktuell saniert wird. Diese Schulen weichen auf andere Schwimmhallen aus. 

  1. Bei den Mittelschulen gäbe es an sich keinen Handlungsbedarf, allerdings wird die Sporthalle und Schwimmhalle Schönberg-MS saniert, weswegen diese auf andere Sportstätten ausweichen muss. Bis auf die Hefner-Alteneck-Mittelschule und die Schönberg-Mittelschule bieten derzeit keine anderen Mittelschulen Schwimmunterricht an. 

  1. Bei der Realschule gibt es aktuell keinen Handlungsbedarf. 

  1. Die Gymnasien sind mit ihrem Sportunterricht sehr verstreut. Die Einführung G9 bringt einen deutlich höheren Bedarf an Sportflächen mit sich, die derzeit an keinem Gymnasium vor Ort abgebildet werden kann. 

  1. Beim Dalberg-Gymnasium können zwar aktuell 34 Unterrichtsstunden nicht in eigenen Anlagen absolviert werden, was allerdings noch unkritisch ist, da noch Ausweichmöglichkeiten gegeben sind. 

  1. Beim Friedrich-Dessauer-Gymnasium sind die Sportanlagen zu klein. Trotz viel Kreativität der Stundenplaner ist eine ordentliche Planung nur mit viel Aufwand möglich. Eine Dreifachturnhalle würde hier der Schule eine deutliche Entlastung bieten. 

  1. Beim Kronberg-Gymnasium sind die vorhandenen Sportanlagen schon länger nicht ausreichend. Durch Einführung G9 und spätestens mit Abschluss der Erweiterung/ Sanierung der Schule wird es dazu kommen, dass der Sportunterricht auch mit den aktuell außerhalb genutzten Sportflächen wahrscheinlich nicht mehr vollumfänglich durchgeführt werden kann. Aktuell werden 20 von 36 Vormittags-Stunden extern gehalten, tendenziell 30.  

            An der Schule herrscht ein Jungenüberhang. Das heißt, dass bei der Zusammenlegung
            von zwei Klassen nicht nur eine Jungen- und eine Mädchengruppe bilden gebildet werden,
            sondern zwei Jungengruppen eingerichtet werden müssen. Schon dann werden drei Hallen
            in einem Zeitslot benötigt. 

           Die verfügbaren Sporthallen sind auch ohne nach einer Erweiterung der Schule nicht
           ausreichend.

  1. Die Kosten für Anmietungen von Sportanlagen halten sich in Grenzen, wären aber bei einer Erweiterung der schulischen Sportstätten sicherlich vermeidbar. 

Die Bustransferkosten, die hauptsächlich für Fahrten zu Schwimmstätten entstehen, sind nicht anders kompensierbar, da das Angebot an Schwimmflächen begrenzt verfügbar ist und die Anfahrt aufgrund längerer Wegstrecken notwendig ist. Gleiches gilt für die Kosten Anmietungen/ Nutzung für die Schwimmflächen.

.Beschluss:

I. Der Bericht der Verwaltung zu Schulen in Aschaffenburg wird zur Kenntnis genommen (Anlage 2)

II. Angaben zur Klimawirkung:
Bewertung - jeweils Mehrung oder Minderung der Treibhausgase (THG)
wenig klimarelevant
teilweise klimarelevant
sehr klimarelevant
[ x ]  keine weiteren Angaben erforderlich
[  ]  kurze Erläuterung in den Begründungen
[  ]  ausführliche Erläuterung 
in den Begründungen 
Bewertungsschema nach KÖP (Klimaschutzmanagement in öffentlich Projekten)
(Nationale Klimaschutz-Initiative  -  Klimabündnis / ifeu-Heidelberg / BMU)

III. Angaben zu den Kosten:
Durch den Vollzug dieses Beschlusses entstehen Kosten:
ja [  ]
nein [ x ]

Abstimmungsergebnis:
Dafür: 0, Dagegen: 0

Datenstand vom 24.03.2023 11:04 Uhr