Das Projekt DIALOG CITY (https://dialogcity.eu/) verbindet digitale Innovation mit kultureller Teilhabe. Es zielt darauf ab, europäische Städte nachhaltig und bürgernah zu gestalten. Die Schaffung einer sozial inklusiven, umweltfreundlichen und digitalen Umgebung steht dabei im Mittelpunkt. Als „Leadpartner“ koordiniert Aschaffenburg das Vorhaben, das auf Partnerschaften mit sieben kleinen und mittelgroßen Städten in fünf Ländern basiert. Ausgehend von der gleichnamigen Digitalstrategie „Dialog City“ der Stadt Aschaffenburg liegt der Fokus auf umfassender Partizipation.
Das Projekt DIALOG CITY läuft von 2022 bis Ende 2025. Geplant sind im Frühjahr und Sommer 2025 in Aschaffenburg ein FUTURE FESTIVAL, eine eigene DIALOG CITY-Ausstellung, diverse Workshops und Veranstaltungsformate sowie eine Künstlerresidenz, die neue Perspektiven auf urbane Themen eröffnen soll.
Schlüsselkomponenten im Projekt sind unter anderem:
- die CITIZEN ARCHIVE PLATFORM (CAP) – ein digitales Archiv für datenbasierte Objekte von Bürgern und
- das FUTURE LITERACY TOOLKIT – eine Sammlung von „Werkzeugen“ zur Förderung von Zukunftskompetenz.
Besonderes Highlight sind die jährlich stattfindenden FUTURE FESTIVALS, die in den Projektstädten veranstaltet werden, zusammen mit einem Künstlerresidenzprogramm, das kreative Interventionen in lokalen Kontexten fördert. 2023 fand das FUTURE FESTIVAL in Mondoví (IT) statt, 2024 in Graz (AT). Hier wurden auch die geschaffenen Werke der jeweiligen Künstlerresidenzen vor Ort gezeigt sowie online präsentiert und nachträglich publiziert. 2025 wird das FUTURE FESTIVAL parallel in Aschaffenburg (DE) und Montpellier (FR) durchgeführt, begleitet von Künstlerresidenzen an beiden Standorten.
DIALOG CITY lädt Künstler*innen aller Disziplinen – von Malerei, Fotografie und Skulpturen bis Design und Architektur – ein, sich auf die Künstlerresidenzen zu bewerben. Voraussetzung ist, dass sie einen partizipativen Ansatz in ihrem Werk verfolgen und globale Entwicklungen im lokalen Bereich abbilden.
Mondovi 2023: NEWS FROM HOME
Das Künstlerduo Anne Fehres und Luke Conroy realisierte ein Projekt, das persönliche und kollektive Erzählungen des städtischen Lebens miteinander verband. Während ihres Aufenthalts arbeiteten sie eng mit den Bürgern zusammen, führten Interviews und fingen globale wie lokale Perspektiven auf das Leben in Mondoví ein.
Graz 2024: LONGINGS
Die Künstlerin Lenka Holíková konzentrierte sich auf Migration und Grenzen. Ihr Werk, entwickelt in Zusammenarbeit mit dem Graz Museum, reflektiert die Rolle der Stadt als Transitknotenpunkt für Migranten und dokumentiert persönliche Geschichten, die den lokalen Kontext mit globalen Fragestellungen verbinden. Zu den Künstlerresidenzen in Mondovi und in Graz gibt es jeweils Broschüren, die online unter Kunst für öffentliche Residenzen – Dialog City abgerufen werden können.
Aschaffenburg und Montpellier 2025
Für die Künstlerresidenz in Aschaffenburg fiel die Entscheidung auf Lisa Maria Baier (www.lisamariabaier.de) aus Dresden. Am 2. Mai 2025 startet ihr Aufenthalt in Aschaffenburg. Sie wird ihr Werk im Rahmen des FUTURE FESTIVALS vom 3. bis 5. Juli 2025 präsentieren. 78 Künstler*innen hatten sich beworben.
In Montpellier wurde Alexandre Benetas-Ottobrini (www.bonjourbjrstudio.com) aus Paris für die Künstlerresidenz ausgewählt. Hier beginnt die Residenz am 21. April 2025. Die Abschlusspräsentation findet in enger Verbindung mit dem Festival des Architectures Vives vom 10. bis 15. Juni 2025 statt. 92 Künstler*innen hatten sich beworben.
BETEILIGUNGSFESTIVAL (Sommer 2025)
Die „Digitale Manufaktur“ (dima), über die bereits mehrmals berichtet worden ist, bindet die Bürger*innen aktiv in Transformationsprozesse ein. Gefördert durch das Digitalministerium, verbindet die dima künstliche Intelligenz mit Bürgerbeteiligung. Die dima ermöglicht es, Ideen für eine digitale und nachhaltige Zukunft Aschaffenburgs ko-kreativ und kooperativ zu entwickeln. Im Rahmen eines Beteiligungsfestivals werden Bürger*innen die dima testen. Sie können ihre Ideen einbringen und erhalten mithilfe von KI eine erste Einschätzung zur rechtlichen Lage und zu bisherigen Stadtratsbeschlüssen zu ihrem Vorschlag. Die Informationen werden mittels KI zu einer Projektmappe für die weitere Bearbeitung in der Stadtverwaltung zusammengefasst.