Es wird der Antrag der Stadträte Dr. Maria Bausback (CSU), Klaus Herzog (SPD), Thomas Giegerich (GRÜNE) und Jürgen Zahn (KI) behandelt.
Kulturamtsleiter xxx erklärt, dass er am 25.01.2025 in der Sitzung des Jugendparlaments zu Gast war und dort die Bedarfe und Erwartungshaltungen der Jugendlichen wahrnehmen durfte.
Zunächst lässt sich in zwei Teilbereiche differenzieren: Jugendliche als Kulturkonsumenten und Jugendliche als Kulturschaffende.
Beim kulturellen Angebot für Jugendliche ist festzustellen, dass die Käuferschaft des Jugend-Abos enorm eingebrochen ist. Einige Veranstaltungen mussten mangels Teilnehmern abgesagt werden. Das Kulturamt bietet regelmäßige Poetry-Slams an. Auch sind Kammermusik- und Orchester-Ensembles dazu angehalten, Workshops für Jugendliche anzubieten, wenn sie in Aschaffenburg spielen. Bzgl. des Jugend-Programms steht das Kulturamt im regen Austausch mit dem JUKUZ.
Für Jugendliche als Kulturschaffende bietet das Kulturamt eine Theatergruppe an, die regelmäßig von 12 – 15 Teilnehmenden besucht wird. Insgesamt ist jedoch festzustellen, dass das jugendliche Angebot unterrepräsentiert ist, was jedoch Sache der Jugendhilfe sei.
Frau Stadträtin Dr. Maria Bausback (CSU) stellt fest, dass es ein an sich ausgewogenes Programm für Jugendliche gibt, dieses aber über die Altersgruppe bis 17 Jahre hinaus gedacht werden sollte. Auch gibt es für jugendliche Künstler keine Bühne mehr auf dem Stadtfest. Man sollte mittels einer Jugendkonferenz oder einer Umfrage jedoch erst einmal auf die Jugendlichen zugehen und diese selbst Ideen entwickeln lassen.
Herrn Stadtrat Thomas Giegerich (GRÜNE) geht es nicht allein um Jugendkultur, sondern um alterslose Sub- bzw. Nischenkultur. Früher konnten Jugendliche Aufführungen im JUKUZ geben. Auch sei durch den Wegfall einer Stelle für Jugendkultur im Kulturamt und die Corona-Pandemie das Angebot zum Erliegen gekommen.
Herr Stadtrat Wolfgang Giegerich (SPD) ergänzt, dass die Jugendlichen mehr Vernetzung und Partizipation wünschen. Man sollte ihnen eine Plattform bieten und deren Wünsche ausloten.
Herr Stadtrat Klaus Herzog (SPD) und Herr Stadtrat Jürgen Zahn (KI) merken an, dass v.a. konsumfreie und zwanglose Begegnungsstätten vermisst werden.
3. Bürgermeister Eric Leiderer (SPD) erklärt, dass der Punkt im Jugendhilfeausschuss am 25.03.2025 und im Kultursenat am 27.03.2025 nochmal auf die Tagesordnung genommen wird.