Erstmals mit Schreiben der Kath. Kirchengemeinde St. Matthäus an das Bischöfliche Ordinariat
Würzburg vom 31.01.2018 wurde auf bauliche und hygienische Mängel im Kindergarten St. Matthäus hingewiesen und um finanzielle Unterstützung gebeten.
Das Pfarrzentrum, welches die Kirche, das Pfarrhaus, das Pfarrheim und den Kindergarten beheimatet, wurde 1967/68 auf dem Anwesen der Kirchenstiftung durch die Diözese Würzburg errichtet.
1994/95 wurde der im Untergeschoss des Pfarrzentrums befindliche Kindergarten von zwei auf drei Gruppen erweitert. Die dritte Gruppe besteht als Krippengruppe mit 12 Kindern.
Mittlerweile häufen sich die in die Jahre gekommenen Baumängel, die grundsätzlich einer Sanierung bedürfen. Auch kann das für drei Gruppen erforderliche Raumprogramm nur durch „Zwischenlösungen“ erfüllt werden.
Ungeachtet der räumlichen Engpässe für eine dreigruppige, oder gar viergruppige Einrichtung hat die Diözese Würzburg die notwendige Verpflichtung zur Mitfinanzierung anstehender Instandhaltungs- bzw. Generalsanierungsmaßnamen abgelehnt. (Schreiben an Katholische Kindertageseinrichtungen vom Juli 2021).
Seitens der Verwaltung wurden grundsätzliche Planungsvarianten zur Unterbringung einer viergruppigen Einheit erarbeitet, welche die nahegelegene Erich-Kästner-Schule einbezieht.
Eine komplette Unterbringung im Schulgebäude, auch einer dreigruppigen Einheit erfordert zusätzliche Ersatz- bzw. Erweiterungsbauten.
In diesem Zuge würde auch die Ganztagsbetreuung mit Mensa an den Standort umgesetzt.
Die Umnutzung sieht nun vor, dass im südlichen Gebäudeteil des Schulgebäudes die Mensa angebaut wird, sowie die Kindertagesstätte als zwei zügige Einheit für Kinder über drei Jahren, sowie als einzügige Einheit für Kinder unter drei Jahren untergebracht wird.
Es werden im Erdgeschoss zwei Kita-Gruppenräume und ein Mehrzweckraum vorgesehen. Im Untergeschoss befindet sich die Kinderkrippe mit zu gehörigem Nebenraum sowie der Bereich für die Leitung und der Eltern Wartebereich.
Angebaut wird im Untergeschoss die Mensa mit zugehöriger Küche und Lager, die durch die Kinder der Kita, sowie die Kinder der Schule genutzt werden.
Auf dem südlichen Gebäudeteil ist ein Anbau erforderlich, der in zwei Räumen die Mittagsbetreuung der Schüler vorsieht und Bereiche für die Leitung der Mittagsbetreuung.
In diesem Zuge wird die Schule über Aufzugsanbauten barrierefrei erschlossen.
Weiterhin ist geplant, im Zuge der notwendigen Umbaumaßnahmen die Sanitäranlagen des Bestandsgebäudes zu sanieren.